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Zeldman: Richtiges HTML spart viel Geld

13.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für die Einhaltung von Web-Standards plädiert der amerikanische Design-Guru Jeffrey Zeldman in seinem neuen Buch "Designing With Web Standards", das Anfang Juni bei New Riders erschienen ist und zum Beispiel von Amazon.de für knapp 32 Euro angeboten wird.

Zeldmans Buch kommt ein paar Jahre zu spät, könnte man zunächst meinen. Hat sich doch der Browser-Krieg zwischen Internet Explorer und Netscape in der Zwischenzeit zu Gunsten Microsofts entschieden. Vielen Designern erscheint es deshalb als überflüssig, bei der Programmierung von Websites auf weniger genutzte Browser wie Mozilla oder Opera Rücksicht zu nehmen.

Doch darum geht es Zeldman weniger, zumal die alternativen Browser mittlerweile auch von Microsoft eingeführte HTML-Tags beherrschen, die nicht zum vom Web-Konsortium W3C verabschiedeten Standard gehören. Der Autor legt vielmehr dar, wie sich durch eine Optimierung des Quellcodes Kosten senken lassen. Denn ist eine von Millionen Nutzern monatlich besuchte HTML-Seite nur 20 statt 40 Kilobyte groß, sinke das übertragene Datenvolumen erheblich, so Zeldman.

Dass viele Online-Angebote nicht den Standards entsprechen, zeigt eine Studie vom Februar dieses Jahres. Demnach liegt die Quote der konformen Internet-Seiten lediglich bei 6,5 Prozent, wobei sich die W3C-Mitglieder ebenso wenig an die Spezifikationen halten wie die Anbieter von Autorenwerkzeugen wie Microsoft, Apple und Macromedia (Computerwoche online berichtete).

Weitere Kapitel beschreiben, wie eine Website für die Indices von Suchmaschinen wie Google optimiert werden kann, und wie sich Inhalte für die Nutzung via PDA (Personal Digital Assistant) und Handy aufbereiten lassen. Speziell für amerikanische Anwender interessant sind Erklärungen, wie die vom U.S. Workforce Investment Act geforderten Erweiterungen für Behinderte über Web-Standards realisiert werden können. (lex)