Einflüsse auf das Gehalt

Zehn Faktoren für mehr Geld im Job

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nicht nur Standort und Firmengröße, sondern auch das eigene Entwicklungspotenzial beeinflussen das Einkommen. Das stellt das Portal Gehalt.de fest.
  • Faktor Berufserfahrung: Bis 40 steigen die Gehälter für alle, danach nur noch für Führungskräfte
  • Standortfaktor: Im Süden Deutschlands ist mehr zu holen als im Nordosten, allerdings sind die Lebenshaltungskosten auch höher

"Viele Beschäftigte fragen sich immer wieder, welche Parameter ihr Gehalt beeinflussen", sagt Artur Jagiello. Er leitet die Kommunikation von gehalt.de, nach eigenen Worten Deutschlands größte Gehaltsdatenbank. Die Fragen der Beschäftigten beantwortet er mit einer Liste der zehn Faktoren, die für den Verdienst eine Rolle spielen. Im Einzelnen:

1. Die Verantwortung: Zunächst einmal liegt die Höhe des Gehalts an der Position. Als Faustregel gilt: je mehr Personalverantwortung, desto mehr Geld.

2. Die Ausbildung: "Wer Zeit in seine Ausbildung investiert, bezieht später ein höheres Einkommen", bestätigt Jagiello. Sind Beschäftigte unzufrieden, kann es sich lohnen, ein Fern- oder Abendstudium abzuschließen.

3. Die Unternehmensgröße: Wem ein hohes Gehalt sehr wichtig ist, der sollte besser in einem großen Unternehmen arbeiten als in einem Startup. Allerdings ist zu beachten, dass nicht jeder die Kultur in einem Konzern mag - mancher arbeitet lieber für ein Startup, auch wenn er dort nicht so viel verdient.

4. Die Branche: Maschinenbau und Automobilindustrie zahlen besser als etwa das Gesundheitswesen. Wer stärker auf das Gehalt achtet als auf den Arbeitsinhalt, sollte sich daher an kapitalstarken Branchen orientieren.

5. Die Region: In Süddeutschland haben sich mehr wirtschaftsstarke Industrien niedergelassen als im Nordosten. Dafür bezahlen Arbeitnehmer dort aber auch höhere Lebenshaltungskosten.

6. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage: Der Fachkräftemangel spiegelt sich laut gehalt.de in der Vergütungsstruktur wider. Je knapper Beschäftigte mit einer bestimmten Qualifizierung sind, umso mehr Gehalt dürfen sie erwarten.

7. Die Berufserfahrung: Die Daten zeigen, dass mit der Berufspraxis auch das Einkommen steigt - das gilt für alle Beschäftigten bis etwa 40 Jahre. Danach steigen meist nur noch die Gehälter von Führungskräften.

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8. Die Wirtschaftskraft des Arbeitgebers: Ein Blick in die Bilanz des Arbeitgebers lohnt. Schreibt das Unternehmen rote Zahlen oder muss Einbußen beim Umsatz verbuchen, können die Arbeitnehmer kaum mit überdurchschnittlichem Verdienst rechnen.

9. Die eigenen Soft Skills: Nicht nur fachliche Fertigkeiten steigern das Gehalt, auch sogenannte Schlüsselqualifikationen wie rhetorische Fähigkeiten oder Geschick beim Präsentieren. Auch solche Skills lassen sich in Kursen trainieren.

10. Die Bereitschaft, sich zu entwickeln: Wer schon im Bewerbungsgespräch deutlich machen kann, dass er sich bereits mehrfach in Neues eingearbeitet hat, zeigt Entwicklungspotenzial. Eine Fähigkeit, die Unternehmen honorieren.