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Zahlen aus Japan: Fujitsu, NEC, Sony und Toshiba

25.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am heutigen Donnerstagmorgen haben mit Fujitsu, NEC, Sony und Toshiba vier große japanische IT-Konzerne ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 (Ende: 31. März 2002) vorgelegt. Fujitsu meldete einen Umsatz von umgerechnet 38,9 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unter dem Strich rutschte der japanische Konzern ins Minus: Der Nettoverlust beläuft sich auf knapp drei Milliarden Dollar. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte Fujitsu noch einen Profit von 66,3 Millionen Dollar ausgewiesen. Die enttäuschenden Zahlen gehen dem Konzern zufolge vor allem auf die Rezession sowie hohe Restrukturierungskosten zurück. Im vergangenen Jahr hatte Fujitsu angekündigt, seine Belegschaft um 19.200 Mitarbeiter oder elf Prozent zu reduzieren. Im Geschäftsjahr 2003 will Fujitsu sein Ergebnis deutlich verbessern.

NEC wies im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 39,7 Milliarden Dollar aus. Das sind sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Der Verlust des Computer- und Handy-Herstellers beträgt 2,4 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr hatte NEC noch einen Gewinn von 440,7 Millionen Dollar verbucht. Die inzwischen eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sollen dem Konzern im laufenden Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone verhelfen.

Der Elektronik- und Unterhaltungskonzern Sony kam in den abgelaufenen zwölf Monaten auf einen Nettoprofit von 119,1 Millionen Dollar, was einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz liegt mit 59,2 Milliarden Dollar nicht nur um 3,6 Prozent über dem Vorjahreswert, sondern bedeutet auch den höchsten Erlös, den Sony in seiner gesamten Firmengeschichte jemals erzielt hat. Die Einnahmen wurden dem Unternehmen zufolge von Währungseffekten begünstigt. Ferner trugen Kostenreduzierungsprogramme und die Konzentration auf die wichtigsten Geschäftsbereiche erste Früchte. Im kommenden Jahr will Sony einen Gewinn von 1,17 Milliarden Dollar und einen Umsatz von 62,3 Milliarden Dollar erwirtschaften. Die Einnahmen aus dem Entertainment-Bereich (Spiele, Musik, Film) sollen dabei den zu erwartenden Rückgang bei Elektronikgeräten auffangen.

Toshiba meldete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 1,9 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte der Elektronikkonzern noch einen Profit von 748,2 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz des Unternehmens brach im Jahresvergleich um 9,4 Prozent auf 42 Milliarden Dollar ein. Toshiba will im laufenden Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückkehren. Zu diesem Zweck sollen drastische Sparmaßnahmen eingeleitet werden. Unter anderem plant Toshiba, in den kommenden zwölf Monaten 10.000 Mitarbeiter zu entlassen. (ka)