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Zahl der Unternehmensinsolvenzen nahm 2002 weiter zu

21.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hierzulande im vergangenen Jahr um 16,4 Prozent von 32.278 auf 37.579 gestiegen. Insgesamt wurden 2002 in der Bundesrepublik 84 428 Insolvenzen (2001: 49 326) verzeichnet, was einem Zuwachs um 41,6 Prozent entsprechen würde. Wegen einer im Dezember 2001 in Kraft getretenen Reform des Insolvenzrechts, so die Statistiker, sei ein Vergleich mit dem Vorjahr allerdings nicht sinnvoll. Bei den von der Gesetzesänderung nicht betroffenen Personen- und Kapitalgesellschaften nahm die Zahl der Pleiten um 13 Prozent auf 24.025 zu.

Die Summe der offenen Forderungen aller Insolvenzgläubiger hat sich nach Angaben der Gerichte 2002 mit 61,5 Milliarden Euro auf Jahressicht etwa verdoppelt, darunter 51,8 Milliarden Euro gegenüber Unternehmen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamt haben sieben der zehn größten europäischen Unternehmenszusammenbrüche im vergangenen Jahr in Deutschland stattgefunden. In den gescheiterten Unternehmen waren zu dem Zeitpunkt, als über den Insolvenzantrag entschieden wurde, rund 274.000 Menschen angestellt. Da jedoch bei einem knappen Fünftel der Fälle keine Angaben zu den Beschäftigten gemacht werden konnten, geht die Behörde von einer höheren Zahl aus. (mb)