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Ximian ändert Mono-Lizenz für Intel und HP

28.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Open-Source-Softwareschmiede Ximian ändert die Lizenz für ihr Projekt "Mono", in dessen Rahmen eine quelloffene Version von Microsofts ".Net"-Architektur entwickelt wird. Bislang verwendete Ximian die restriktive GNU Public License (GPL) für den Mono-Code. Künftig wird er teilweise unter der am Bostoner MIT entwickelten "X11"-Lizenz angeboten. Diese gestattet es - ähnlich wie bei FreeBSD - Unternehmen, Teile von Mono (genauer: die rund 3500 geplanten Klassen in dessen Class Libraries) auch in kommerzieller Software zu verwenden und zu modifizieren, ohne die Veränderungen wieder zu publizieren. Die von Gnome-Mastermind Miguel de Icaza gegründete Firma Ximian will mit diesem Schritt vor allem Intel und Hewlett-Packard entgegenkommen. Die beiden Branchenriesen erklärten zum Auftakt der Linux World Expo in San Francisco, sie würden Mono unterstützen. "Wir arbeiten mit Intel und HP zusammen. Eine der Konzessionen dabei war, dass wir von einer Open-Source-Lizenz auf eine andere wechseln", erkärte de Icaza. Die Lizenzänderung betrifft indes nur die Class Libraries. Der C#-Compiler des Mono-Projekts verbleibt weiterhin unter der GPL, und die Mono-Variante der Ablaufumgebung CLR (Common Language Runtime) steht auch künftig unter dem Schutz der LGPL (Lesser General Public License). (tc)