UP21@it-sa

XignSys ist bestes Security-Startup 2021

13.09.2021
Von 


Simon Hülsbömer betreut als Senior Project Manager Research Studienprojekte in der IDG-Marktforschung. Zuvor verantwortete er als Program Manager die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT - inhaltlich ist er nach wie vor für das "Leadership Excellence Program" aktiv. Davor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Passwörter abschaffen und digitale Identitäten im Alltag nutzbar machen - das Gelsenkirchener Startup XignSys gewinnt damit den Wettbewerb "UP21@it-sa".
Das Management-Team der XignSys: CMO/CSO Lars-Oliver Schröder, CFO Carsten Becker, Gründer und CEO Markus Hertlein, Gründer und CTO Pascal Manaras (v.l.)
Das Management-Team der XignSys: CMO/CSO Lars-Oliver Schröder, CFO Carsten Becker, Gründer und CEO Markus Hertlein, Gründer und CTO Pascal Manaras (v.l.)
Foto: XignSys GmbH

Für den zum vierten Mal vergebenen Startup-Award "UP" hatten sich 38 Startups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beworben und damit für eine Rekordbeteiligung gesorgt. Die offizielle Preisverleihung wird im Rahmen der Security-Messe it-sa am 14. Oktober ab 10 Uhr in Nürnberg stattfinden - physisch vor Ort, aber auch online gestreamt.

Der eigentliche Wettbewerb stieg nun bereits gut einen Monat vor der it-sa virtuell. Zehn von einer Jury - der unter anderem die COMPUTERWOCHE als Medienpartner des Wettbewerbs angehört - nominierte Finalisten durften sich vorab per Video präsentieren und live pitchen. Am Ende setzte sich XignSys aus Gelsenkirchen bei der Publikumswahl durch. Wir haben mit CMO und CSO Lars-Oliver Schröder gesprochen.

Was bedeutet der Gewinn des UP21@it-sa-Awards für euch?

Lars-Oliver Schröder: Sehr viel, insbesondere auch weil wir sehr starke und spannende Mitstreiter in diesem Wettbewerb hatten. Der Preis zeigt uns einerseits, dass der Bereich Smart City / GovTech an Bedeutung und Aufmerksamkeit gewinnt - vielleicht auch gerade aufgrund der bestehenden Herausforderungen, die uns auch durch Corona noch einmal sehr deutlich gemacht wurden. Gleichzeitig ist es auch eine Bestätigung für uns, dass wir mit unserer Lösung eindeutige Mehrwerte für Anbieter und EndverbraucherInnen für den Alltag insbesondere in der Smart City und in Unternehmen schaffen.

Was genau macht XignSys?

Schröder: Wir überführen die persönliche Authentifizierung ins digitale Zeitalter und schaffen eine neue, einheitliche und zukunftssichere Basis für sämtliche digitale Transaktionen - für Anbieter und Nutzer gleichermaßen. Auf Basis einer Smartphone- oder FIDO2-basierten, passwortlosen SaaS-Lösung, die flexibel in jeder Art von Transaktion genutzt werden kann, kombiniert XignSys hohe Sicherheit - bestätigt durch das BSI - mit maximaler Nutzerfreundlichkeit und absoluter Flexibilität - ideal zum Beispiel für die Anforderungen in der Smart City. Und all dies auf Basis deutscher Technologie unter Berücksichtigung europäischer Sicherheitsansprüche. Die XignSys macht digitale Identitäten im Alltag nutzbar und schafft das Passwort ab!

Wie sehen eure Pläne für die kommenden Monate aus?

Schröder: Aufbauend auf unserer Position in NRW und unserer erfolgreichen BSI-Zertifizierung ist es unser Ziel, innerhalb des kommenden Jahres neben der eID zum Quasi-Standard für substantielle Authentifizierungen für OZG-Verwaltungsdienstleistungen in Deutschland zu werden. Parallel wollen wir - auch gemeinsam mit Partnern - unsere Lösung in mindestens 20 Städten mit über 100.000 Einwohnern positionieren.

Auf der Produktseite wollen wir in Kürze auch Multifaktor-Authentifizierung ohne die Notwendigkeit einer App, basierend auf FIDO2 anbieten. Darüber hinaus wird unser "Brokering" von existierenden digitalen Identitäten, das die alltägliche Nutzung in den verschiedensten Anwendungen ermöglicht, SSI-ready. Des Weiteren bereiten wir gerade unsere Series A vor, um weiteres Wachstumskapital einzusammeln.