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Xerox will keine Dividende mehr zahlen

10.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finanziell gebeutelte Drucker- und Kopiererhersteller Xerox will die Dividendenzahlung an seine Aktionäre bis auf weiteres aussetzen. Dadurch sollen jährlich rund 140 Millionen Dollar eingespart werden. Zuvor hatte das in Stamford, Connecticut, ansässige Unternehmen die vierteljährliche Dividende, die Xerox seit 1948 an seine Investoren ausschüttete, bereits von 20 auf fünf Cent reduziert. Xerox-Chef Paul Allaire erklärte, dass diese Maßnahme zur finanziellen Gesundung der Company beitragen werde. Wenn die Firma wieder profitabel wirtschafte, sei es durchaus denkbar, die Dividendenzahlung wieder einzuführen, fügte er hinzu.

Einige Analysten gaben zu bedenken, dass die relativ späte Entscheidung, diese Sondervergütung zu streichen, darauf hindeuten könnte, dass die laufende Restrukturierung des Konzerns noch nicht die gewünschten Erfolge bringt. Die Anleger reagierten erwartungsgemäß enttäuscht: Der Xerox-Kurs schloss am vergangenen Montag bei 9,08 Dollar je Aktie und damit um zwölf Cent unter dem Vortageswert. Im nachbörslichen Handel verlor das Papier um weitere 5,3 Prozent.