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Xerox überrascht mit operativem Profit

29.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der gebeutelte US-Hersteller Xerox hat in seinem vierten Geschäftsquartal 2001 einen operativen Gewinn von 15 Cent je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial im Durchschnitt mit einem Verlust von einem Cent pro Anteilschein gerechnet. Die Anleger reagierten erfreut auf die vorbörslich veröffentlichten Nachrichten: Das Xerox-Papier legte am gestrigen Montag um 13,5 Prozent zu und schloss bei 11,24 Dollar.

Xerox-Chefin Anne Mulcahy zeigte sich zuversichtlich, dass der Drucker- und Kopiererspezialist den angekündigten operativen Turnaround für das laufende Geschäftsjahr schaffen werde. Der abgelaufene Berichtszeitraum sei "ein Signal dafür, dass Xerox auf festem Boden stehe". Die Prognosen der Analysten für das erste Geschäftsquartal 2002, die sich zwischen einem operativen Verlust von drei Cent je Aktie und dem Breakeven bewegen, hält Mulcahy für realistisch.

Im vierten Geschäftsquartal 2001 verbuchte Xerox einen Nettoverlust von vier Millionen Dollar oder einem Cent je Aktie. In dem Ergebnis sind unter anderem Restrukturierungsaufwendungen von 19 Cent je Aktie enthalten. Das Unternehmen hatte in diesen drei Monaten 4400 Mitarbeiter entlassen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte Xerox noch ein Defizit von 20 Millionen Dollar oder vier Cent pro Anteilschein ausgewiesen. Der Umsatz fiel um 13 Prozent auf 4,26 Milliarden Dollar.

Für das gesamte Geschäftsjahr meldete der Hersteller einen Nettoverlust von 293 Millionen Dollar oder 43 Cent je Aktie. Ein Jahr zuvor lag das Minus bei 257 Millionen Dollar oder 44 Cent pro Anteilschein. Die Einnahmen gingen im Jahresvergleich von 18,7 auf 16,5 Milliarden Dollar zurück. (ka)