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Xerox steht erneut Klage wegen Diskriminierung ins Haus

09.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr (Computerwoche online berichtete) rügt die Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) das US-Unternehmen Xerox, ihre afro-amerikanischen Mitarbeiter zu diskriminieren. Es gebe Zeugen und Beweismaterial, die die Behauptungen von 15 Mitarbeitern im Vertrieb stützen, dass sie aufgrund ihrer Hautfarbe bei der Vergabe der Accounts, Kunden und Provisionen benachteiligt wurden.

Zwar bestreitet das Unternehmen die Vorwürfe, doch falls der eingeschaltete EEOC-Anwalt der Angestellten Anklage erhebt, könnte sich das Verfahren ausweiten. Dann nämlich hätten möglicherweise alle schwarzen Mitarbeiter, die ab 1997 bei Xerox beschäftigt waren, Anspruch auf Schadensersatz.

Von den 80 000 jährlich bei der Behörde für Chancengleichheit eingehenden Beschwerden erweisen sich durchschnittlich 60 Prozent als nicht stichhaltig, 18 Prozent weisen formale Fehler auf und bei den verbleibenden 22 Prozent erhebt das EEOC selbst oder im Namen der Geschädigten Anklage. (iw)