X/Open-Studie: Die DV-Landschaft aendert sich schneller als erwartet Ausgaben fuer Mainframes werden drastisch sinken

10.12.1993

MUENCHEN/ROM (CW) - Die DV-Verantwortlichen sehen sich nicht mehr in der Lage, das Ziel einer effizienteren, kostenguenstigeren und anwenderfreundlichen Datenverarbeitung mit den alten Systemen zu erreichen. In der diesjaehrigen Xtra-Marktstudie der X/Open votierten zwei Drittel der weltweit befragten Anwender fuer Client- Server-Loesungen.

Ueber ein Drittel hielt ausserdem die Einfuehrung von Management- Tools fuer integrierte Netze und Systeme, verteilte Datenbanken sowie Messaging-Systeme fuer erforderlich.

Die X/Open versucht mit der Befragung Xtra '93, das DV- Investitionsverhalten von Unternehmen zum gegenwaertigen Zeitpunkt und ueber die folgenden drei Jahre zu ergruenden. Sollten die Anwender sich tatsaechlich so verhalten, wie sie es als Absicht erklaert haben (siehe auch Seite 11), stehen Umwaelzungen in der Datenverarbeitung weit frueher ins Haus als bisher vorausgesagt.

Die Ausgaben fuer Mainframes und Minicomputer werden nach den Plaenen der Anwender drastisch sinken. Offene Systeme sind gefragt. Die DV-Verantwortlichen kalkulieren, 1996 insgesamt 58 Prozent ihres Budgets fuer nichtproprietaere Loesungen zu investieren. Zur Zeit sind es 35 Prozent. 75 Prozent der insgesamt knapp 800 Befragten haben in diesem Jahr Client-Server-Applikationen gekauft.

Trotz Preisverfalls bei der Hard- ware duerften die DV-Budgets der Downsizer steigen. Schliesslich sind umfangreiche Investitionen in Netze und Software - vorrangig fuer Applikationen, die Integration heterogener Umgebungen sowie die System- und Netzadministration - erforderlich.