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Wurmplage beschert Symantec kräftige Zuwächse

23.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wegen der zahlreichen Sicherheitsattacken im Berichtszeitraum erzielte Symantec in seinem zweiten Geschäftsquartal 2003/2004 Rekordeinnahmen und einen deutlichen Gewinnanstieg: Der auf Internet-Sicherheitssoftware spezialisierte US-Anbieter steigerte im Anfang Oktober abgelaufenen Dreimonatszeitraum seinen Nettoprofit um rund 60 Prozent von 52 Millionen auf 83 Millionen Dollar oder 49 (33) Cent pro Aktie. Gleichzeitig erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 Prozent von 325,2 Millionen auf 428,7 Millionen Dollar. Der Bereich Unternehmenssicherheit legte dabei gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zu und steuerte 41 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei. Im Consumer-Bereich steigerte Symantec seine Einnahmen sogar um 56 Prozent, die Verkaufserlöse durch Software für Privatanwender machten damit etwa 45 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der mit zwei Prozent vom Umsatz kleinste Bereich

Dienstleistungen wuchs um 53 Prozent. Die kalifornische Sicherheitssoftwareschmiede übertraf mit seinen Zahlen die Erwartungen der Analysten deutlich. Diese hatten im Schnitt lediglich mit Einnahmen von 400 Millionen Dollar und einem Plus von 45 Cent je Aktie gerechnet.

Finanzchef Greg Myers begründete die deutlich gestiegene Nachfrage im Endkundengeschäft mit den zahlreichen Attacken durch Würmer und anderen elektronischen Schädlingen im Berichtsquartal. Mit vier großen Epidemien war der vergangene August war einer der bislang anstrengendsten, aber auch einträglichsten Monate für Hersteller von Antivirensoftware. Myers warnte jedoch davor, dass der plötzliche Umsatzsegen um mehr als 35 Millionen Dollar gegenüber dem vorangegangenen Quartal möglicherweise nur ein Einzelfall gewesen sei. Symantec habe aber auch ohne Sobig und MSBlast deutlich zugelegt.

Für das laufende dritte Geschäftsquartal stellt Symantec bei Einnahmen zwischen 440 Millionen und 460 Millionen Dollar in Aussicht. Der Gewinn pro Aktie soll 56 Cent betragen. Außerdem hob die Company nun ihre Prognose für das Gesamtjahr an. Demnach erwartet das Unternehmen, bei 1,73 bis 1,67 Milliarden Dollar Umsatz einen Profit von 2,10 Dollar pro Aktie zu erzielen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen für Anfang November einen Aktiensplitt im Verhältnis von 2:1 an. (mb)