Wüstenrot spart Lizenzkosten ein

02.02.2005
Von Raimar Zeck
Um ihren Bestand an Softwarelizenzen an den tatsächlichen Bedarf der rund 16.000 Mitarbeiter anzupassen, hat die Wüstenrot und Württembergische AG eine Lösung für das Lizenz-Management eingeführt. Darauf kommt es an: Unterstützung durch das Topmanagement; frühzeitige Einbindung des Betriebsrats; enge Kooperation von Technik und Einkauf; fundierte Produktauswahl; Etablierung der Funktion des Lizenz-Managers; intensive Validierung der Inventurdaten.
Überlizenzierungen baut die W&W Informatik durch Deinstallation und Verkauf der Softwarelizenzen ab. Den rechtlich kritischen Fall der Unterlizenzierung beseitigt sie mit Nachkäufen. Foto: W&W Informatik GmbH
Überlizenzierungen baut die W&W Informatik durch Deinstallation und Verkauf der Softwarelizenzen ab. Den rechtlich kritischen Fall der Unterlizenzierung beseitigt sie mit Nachkäufen. Foto: W&W Informatik GmbH

Softwarelizenz-Management: mangelhaft. Das ist die Diagnose, die einer KPMG-Studie zufolge auf rund 90 Prozent der deutschen Unternehmen zutrifft. Haben Anwender zu wenig Lizenzen gekauft, ist das juristisch riskant, liegen zu viele Softwarepakete ungenutzt in den Regalen, wird Geld verschwendet. Ein effizientes Lizenz-Management soll deshalb dafür sorgen, dass die Anzahl der Softwarelizenzen im Unternehmen jederzeit mit der tatsächlichen Nutzung übereinstimmt. Abgesehen von der nötigen Rechtssicherheit können Anwenderfirmen auf diesem Weg an der Software sparen- laut KPMG im Durchschnitt 15 Prozent.

Schwierige Ausgangslage nach Fusion

Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) gehörte zu den vielen Unternehmen, die hier Handlungsbedarf hatte. Der Finanzdienstleister zählt rund sechs Millionen-Kunden und brachte es 2003 auf eine Konzernbilanzsumme von 54,5 Milliarden Euro. Bei Arbeitsplatzrechnern für rund 16 000 Mitarbeiter ist es eine Herausforderung, den Überblick über erworbene Lizenzen und installierte Software zu behalten. Die Zusammenlegung der IT-Abteilungen im Zuge der Fusion der Württembergischen Versicherung und der Wüstenrot Bausparkasse im Jahre 1999, aus der die W&W hervorging, erschwerte die Aufgabe weiter.

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