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Worldcom erzielt Monatsgewinn

27.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 agierende US-Carrier Worldcom konnte nach hohen Verlusten im Dezember 2002 im Monat Januar erstmals wieder einen Gewinn verbuchen. Der Profit und die Fortschritte bei der Kostensenkung lassen Worldcom-Chef Michael Cappellas hoffen, noch in diesem Jahr das Insolvenzverfahren abzuschließen. Der skandalumwitterte TK-Konzern mit Sitz in Clinton, Missouri, erzielte einen Profit von 188 Millionen Dollar vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verglichen mit einem EBITDA-Defizit von 47 Millionen Dollar im Dezember. Netto betrug der Gewinn 155 Millionen Dollar nachdem im vorangegangenen Monat noch ein Minus von 580 Millionen Dollar ausgewiesen worden war. Der Carrier profitierte dabei von den um 477 Millionen auf 37 Millionen Dollar gesunkenen Restrukturierungskosten. Diese werden verbucht sobald sie anfallen und können daher von Monat zu Monat stark variieren. Der

Umsatz ging leicht von 2,2 Milliarden auf 2,16 Milliarden Dollar zurück.

Worldcom hatte im Juli vergangenen Jahres Gläubigerschutz beantragt, nachdem Bilanzmanipulationen in Höhe von mindestens neun Milliarden Dollar bekannt geworden waren und die Gläubigerbanken daraufhin ihre Kredite zurückgezogen hatten. (mb)