Mobilität, Verwaltung und Dateninfrastruktur

Wolfsburg auf dem Weg zur Smart City

15.03.2021
Von 
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Unter Beteiligung der Bürger will sich die Stadt Wolfsburg zu einer Smart City entwickeln, an der sich Kommunen bundesweit orientieren.
Über Freizeitangebote wie z.B. das Kunstmuseum sollen sich die Wolfsburger einfach per App informieren können.
Über Freizeitangebote wie z.B. das Kunstmuseum sollen sich die Wolfsburger einfach per App informieren können.
Foto: Stadt Wolfsburg

Eine App, die den Bürgern den Alltag erleichtern soll, ist der jüngste Schritt zur Digitalisierung der Stadt Wolfsburg. Die Anwender sollen beispielsweise Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Freizeitangeboten gebündelt vorfinden und mit einer einzigen Anmeldung nutzen können. Außerdem soll die App Bezahlfunktionen anbieten. Der Bund und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützen die Digitalisierung Wolfsburgs finanziell. Die niedersächsische Kommune zielt nach eigener Darstellung darauf ab, sich zum "Lernbeispiel für bundesweit viele weitere Städte" zu entwickeln.

Dabei sind den Einwohnern Mobilität, Verwaltung und Digital- beziehungsweise Daten-Infrastruktur am wichtigsten, wie eine Umfrage der Stadt zeigt, an der sich 112 Bürger beteiligt haben. Unter wolfsburg.de/smartcity können sich Einwohner, Pendler und Besucher informieren.

Bürger reichen 105 Ideen ein

Neben der Umfrage hatte Wolfsburg die Bürger dazu aufgerufen, ihre Ideen einzureichen. Das Resultat sind 105 Vorschläge, darunter für dynamische Ampelsysteme, für einen Online-Marktplatz der lokalen Einzelhändler und für die Digitalisierung von Schulen. Oberbürgermeister Klaus Mohrs kommentiert: "Der Ideenaufruf hat uns ganz klar gezeigt, wie wichtig die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Smart City ist".

Bei der geplanten App arbeitet die Stadt mit den Stadtwerken, dem regionalen Telekommunikationsunternehmen Wobcom und den Kommunen Solingen und Remscheid zusammen. Wobcoms IT-Experten programmieren die Lösung mit Unterstützung weiterer Dienstleister. Die App basiert auf einer offenen digitalen Plattform, die im Rechenzentrum des Telekommunikationsunternehmens gehostet wird. Die Grundlage für ihre Digitalisierung sieht die Stadt Wolfsburg in der Initiative #WolfsburgDigital, die sie bereits 2016 anstieß.

Stadt Wolfsburg | Smart City
Branche: Public IT
Use Cases: digitale Bürger-Services rund um Mobilität, Verwaltung und Weiteres
Produkt: mobile App
Hersteller: Telekommunikationsunternehmen Wobcom, Stadtwerke Wolfsburg, Kommunen Solingen und Remscheid
Förderer: Bund, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)