Mobilfunkausbau

Wo die Deutsche Telekom ihr LTE-Netz verbessert

20.07.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die Deutsche Telekom hat 126 neue LTE-Standorte in Betrieb genommen. An 623 Standorten wurden die LTE-Kapazitäten erweitert. Diese Bundesländer profitieren am meisten.

Die Deutsche Telekom treibt den Ausbau ihres LTE-Netzes weiter voran. Dabei fährt die Telekom zweigleisig: Sie errichtet komplett neue LTE-Standort und baut bereits vorhandene weiter aus. Demnach hat die Telekom in den vergangenen zwei Monaten deutschlandweit 126 LTE-Standorte neu ins Netz gebracht. Im Schnitt habe die Telekom also rund zwei LTE-Standorte pro Tag gebaut, wie die Telekom verkündet. Außerdem hätten „exakt 623 Standorte“ zusätzliche LTE-Antennen erhalten. Dadurch sei die Kapazität im Netz und die Ausbreitung in der Fläche weiter angestiegen. Die Abdeckung der Bevölkerung mit LTE liegt laut Telekom jetzt bei 98 Prozent.

Deutsche Telekom: Hier wurde LTE verbessert
Deutsche Telekom: Hier wurde LTE verbessert
Foto: Deutsche Telekom

Die Telekom betont, dass es sich dabei um reine LTE-Standorte und LTE-Erweiterungen handelt. Die Erweiterungen mit LTE im Zuge des 5G-Ausbaus seien hier nicht berücksichtigt. Denn die Telekom hat in den vergangenen Wochen an mehreren Hundert Standorten in ganz Deutschland 5G auf der Frequenz 2,1 GHz eingeschaltet. Dank dem Einsatz von DSS (Dynamic Spektrum Sharing) kann an diesen Standorten immer auch LTE genutzt werden. Das ist aber ein eigenes Thema.


Spitzenreiter beim LTE-Ausbau in den vergangenen zwei Monaten war laut Telekom Bayern mit 255 neuen Standorten und Erweiterungen. Auf Platz zwei kommt Hessen mit 110, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 97 neuen Standorten und Erweiterungen. Dazu muss man sagen, dass in einem Flächenstaat wie Bayern die Mobilfunkverbindungen auf dem flachen Land erfahrungsgemäß immer schlechter sind als in den Ballungszentren.

Gerade in Bayern haben Telekom, Vodafone und O2 also besonders großen Nachholbedarf. Das kann jeder bestätigen, der mit dem Smartphone zum Beispiel im Nationalpark Bayerischer Wald unterwegs ist. In der Tat kann man aber feststellen, dass die Mobilfunkverbindungen in Bayern auf dem flachen Land in letzter Zeit schneller geworden sind. Die drei Mobilfunkprovider treiben den Ausbau also tatsächlich voran.

Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland: „Wir planen für dieses Jahr über 2.000 komplett neue Mobilfunkstandorte. Ergänzend werden wir an über 10.000 weiteren Standorten die Mobilfunkkapazitäten für unsere Kunden durch Erweiterungsmaßnahmen steigern.“ Zum 5G-Ausbau äußerte sich Goldenits ebenfalls: „Bis Ende 2020 werden…mindestens die 20 größten Städte in Deutschland angebunden.“

Handytarife mit 5G

Sowohl bei der Telekom wie auch bei Vodafone ist in den Magenta- beziehungsweise Red/Young-Tarifen 5G jeweils schon inklusive. Wenn Sie einen dieser Tarife haben, können Sie mit einem 5G-fähigen Handy gleich im 5G-Netz surfen. Tatsächlich muss 5G gar nicht mal teuer sein - das denkt sich zumindest Vodafone. Denn hier gibt es Tarife bereits ab rund 10 Euro pro Monat inklusive 5G! Damit erhöht Vodafone den Druck auf die Telekom, deren 5G-Tarife ab rund 20 Euro starten. (Gilt für jeweils für Tarife für Nutzer unter 28 Jahre) (PC-Welt)