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WM nun doch in den öffentlich-rechtlichen Sendern

07.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 sollen nun voraussichtlich doch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden. Wie die Kirch-Gruppe mitteilte, hat sich der Münchner Medienkonzern mit den Sendern ARD und ZDF im Rahmen von Neuverhandlungen geeinigt. Details wurden nicht bekannt. Die getroffenen Vereinbarungen bedürfen jedoch noch der Zustimmung der Gremien sowie der ARD-Intendanten.

Wie der rheinlandpfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrats, mitteilte, ist der Sender mit der neuen Vereinbarung einverstanden. Der stellvertretende ARD-Vorsitzende Peter Voß begrüßte den neuen Stand der Verhandlungen. Allerdings, so der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), gebe es in der ARD weiterhin Beratungsbedarf.

Die Kirch-Gruppe hatte sich im Jahr 1996 zusammen mit der Züricher Marketingagentur ISL die weltweiten Übertragungsrechte für 2002 und 2006 vom Fußballweltverband Fifa für rund 3,4 Milliarden Mark gesichert. Zuletzt waren die Verhandlungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern daran gescheitert, dass die ARD darauf bestanden hatte, die Rechte für beide Wettmeisterschaften im Paket zu kaufen. Der Münchner Medienkonzern wollte hingegen noch keinen Preis für 2006 festsetzen.