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Wissenschaftler: Handys verändern die menschliche Anatomie

27.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wissenschaftler des Forschungsbereichs Cybernetic Culture Research der britischen Warwick University haben der Tageszeitung "The Observer" zufolge Verblüffendes festgestellt: Bei unter 25-Jährigen (der "Gameboy-Generation") entwickelt sich der Daumen zum muskulösesten und beweglichsten Finger. Betroffen sind demnach junge Menschen, die mit in der Hand gehaltenen Geräten groß geworden sind, die das Versenden von Textbotschaften (SMS), E-Mail und Internet-Zugang beherrschen. Das britische Forscher-Team unter Leitung von Sadie Plant wertet dies als Beweis dafür, dass Technik physische Veränderungen hervorrufen kann, die früher Generation dauerten.

"Das Verhältnis zwischen der Technik und ihren Nutzern ist ein gegenseitiges", erklärte Dr. Plant. "Wir verändern einander. Die Tatsache, dass die jüngere Generation ihre Daumen in ganz neuer Weise und instinktiv da einsetzt, wo der Rest von uns den Zeigefinger verwendet, ist besonders bemerkenswert." Grundlage der Studie war eine sechsmonatige Datenerhebung bei Handynutzern in den sechs Großstädten weltweit, darunter London, Peking, Chicago und Tokio. (tc)