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Wipros BPO-Chef geht

08.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Raman Roy, Leiter des Geschäftsbereichs Business Process Outsourcing (BPO) beim indischen IT-Dienstleister Wipro, hat das Unternehmen verlassen. Roy gründete im Jahr 1990 den indischen Call-Center-Betreiber Spectramind, der in den Jahren 2001 bis 2003 nach und nach von Wipro für insgesamt etwa 100 Millionen Dollar geschluckt wurde. Als Wipro 2001 die ersten 20 Prozent von Spectramind übernahm, beschäftigte der Call-Center-Dienstleister rund 850 Mitarbeiter. Zuletzt waren in dem in Wipro BPO umbenannten Geschäftszweig 16 000 Mitarbeiter tätig. Ray beklagte in den letzten zwei Quartalen jedoch die extrem hohe Fluktuation. Das Problem könne das weitere Wachstum von Wipro BPO gefährden, warnte er. Schon jetzt könne man das Geschäftspotenzial nicht ausschöpfen, weil man etwa 3000 Mitarbeiter zu wenig habe.

Roy nannte keine Gründe für seinen Abschied und sagte nichts über seine künftige Tätigkeit. Er deutete lediglich an, dass er der Branche erhalten bleibe. Derweil plant Wipro weitere Zukäufe. Unternehmens-Chef Azim Premji kündigte Akquisitionen in Indien, den USA und Europa an. Man habe Firmen mit einem Umsatz von 25 Millionen bis 100 Millionen Dollar im Auge. (jha)