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Windows-XP-Nachfolger Longhorn kommt nur als Client

14.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vom Windows-XP-Nachfolger "Longhorn" wird es keine Server-Variante geben. Der Grund liegt laut Microsoft in der Verzögerung bei der Entwicklung von Windows .Net Server 2003. Ursprünglich sollte das Betriebssystem, das voraussichtlich Anfang 2003 auf den Markt kommt, zeitgleich mit Windows XP Ende 2001 erscheinen.

Damit wird es erst wieder von der übernächsten Windows-Generation "Blackcomb", die laut Hersteller Anfang 2006 herauskommen wird, eine Server-Variante geben. Windows .Net Server 2003 sei jedoch auf eine ausreichende technische Basis gestellt, um den Anforderungen der Kunden bis 2006 zu genügen, sagte Produktmanager Bob O´Brian. Zu den Schlüsselfunktionen gehören laut Microsoft die Unterstützung XML-basierender (Extensible Markup Language) Web-Services, Echtzeit-Kommunikation und eine im Vergleich zu Windows 2000 Server verbesserte Performance und Stabilität.

Die Entscheidung, den Longhorn-Server auszusetzen, sei ein Anzeichen dafür, dass die Entwicklung einer .Net-Infrastruktur schwieriger ist, als Microsoft erwartet hat, sagte Yankee-Group-Analystin Laura DiDio. Außerdem müsse der Hersteller aufpassen, die Kunden des Lizenzprogramms "License 6" nicht zu verprellen. Die so genannte Software Assurance lohnt sich nur, wenn mindestens alle vier Jahre eine neue Server- und alle 3,5 Jahre eine neue Desktop-Version herauskommt. Somit müsse zumindest der ursprünglich für 2005 geplante Launch von Longhorn vorgezogen werden. Außerdem dürfe sich der geplante Erscheinungstermin von Blackcomb nicht verzögern, meint DiDio. (lex)