Windows mit Kopierschutz

09.02.2001

MÜNCHEN (CW) - Mit einem hardwarebasierten Kopierschutz-Mechanismus will Microsoft die nächste Version von Windows 2000, Codename Whistler, schützen. Wie der Branchendienst Computerwire berichtet, soll dadurch jede Kopie von Windows an die erste Maschine gebunden sein, auf der sie eingerichtet wurde. Bei der Erstinstallation sucht eine Routine nach einzigartigen Hardwaremerkmalen wie etwa Seriennummern von Bios oder SCSI-Karten und erzeugt daraus eine ID-Nummer. Dieser Identifier wird danach über das Web oder das Telefon an ein Microsoft-Clearinghouse geschickt, bestätigt und dann für die Aktivierung von Windows zurückgesendet. Ärger befürchten vor allem Administratoren und Bastler, die nach Um- oder Aufrüstung von PCs aufgrund geänderter Hardwareparameter eine neue ID beantragen müssen. Die Produktaktivierung hatte Microsoft erstmals mit "Office 2000" in einigen Ländern eingeführt. Unterdessen kursieren im Web bereits erste Anleitungen, wie die Aktivierung von Whistler umgangen werden kann.