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S3, Tellabs, Verisign, Lexmark

Wieder mal: Quartalsergebnisse

26.01.1999
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S3, Tellabs, Verisign, Lexmark

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf Grafikchips spezialisierte Hersteller S3 hat sein viertes Quartal mit einem Verlust von 70,3 Millionen Dollar oder 1,36 Dollar pro Aktie abgeschlossen. Für das komplette Geschäftsjahr 1998 meldete S3 ein Minus von 113,2 Millionen Dollar oder 2,22 Dollar je Anteilschein, das verschiedene Abschreibungen berücksichtigt. Ohne diese Sonderausgaben hätte der Verlust immer noch bei 56 Cent pro Aktie und damit weit über den Erwartungen der Analysten (32 Cent) gelegen. Ein Jahr zuvor hatte der Hersteller noch einen Gewinn von 8,8 Millionen Dollar erwirtschaftet. Auch beim Umsatz mußte S3 deutliche Einbußen hinnehmen. Im vierten Quartal wurden 41,6 Millionen Dollar umgesetzt (viertes Quartal 1997: 101,9 Millionen), im Gesamtjahr 1998 nur 224,6 Millionen Dollar (1997: 436,34 Millionen).

Die auf Produkte und Dienstleistungen für Telcos spezialisierte Firma Tellabs hat im vierten Quartal ihren Gewinn gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (77,5 Millionen Dollar oder 42 Cent pro Aktie) heuer auf 123,3 Millionen Dollar oder 62 Cent je Anteilschein gesteigert und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die mit 59 Cent gerechnet hatten. Der Umsatz stieg um 47 Prozent auf 521,3 Millionen Dollar. Im gesamten Finanzjahr 1998 erwirtschaftete Tellabs auf Basis von Umsätzen in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar einen Gewinn von 398 Millionen Dollar (1997: 264 Millionen Dollar).

Der vor allem als Anbieter digitaler Signaturen und von Public Key Infrastructure (PKI) bekannte Hersteller Verisign konnte zwar im abgelaufenen vierten Quartal seines Geschäftsjahres mit 13,2 Millionen Dollar 162 Prozent mehr umsetzen als im Vorjahr, enttäuschte aber die Analysten mit einem Verlust von 2,5 Millionen Dollar oder elf Cent pro Aktie. Die Wallstreet hatte mit zehn Cent gerechnet. Für das komplette Kalenderjahr verlor Verisign bei Umsätzen von 38,9 Millionen Dollar 16,2 Millionen Dollar oder 78 Cent je Anteilschein - mithin eine typische Internet-Company. 1997 hatte der Verlust bei einem Umsatz von 13,2 Millionen Dollar mit 15,8 Millionen Dollar oder 2,22 Dollar pro Aktie betragen.

Die Druckerspezialisten von Lexmark haben im vergangenen Jahr erstmals die Umsatzschallmauer von drei Milliarden Dollar durchbrochen. Für das abgeschlossene vierte Quartal meldete der Hersteller einen Profit von 82 Millionen Dollar oder 1,16 Dollar pro Aktie, 43 Prozent über dem Vorjahr (57 Millionen Dollar) und fünf Cent über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz des vierten Quartals lag mit 907 Millionen Dollar um 23 Prozent über dem des Vorjahresquartals (736 Millionen Dollar). Für das gesamte Finanzjahr kletterte der Umsatz des IBM-Spin-offs von 2,49 Milliarden Dollar in 1997 um 21 Prozent auf 3,02 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn legte um 49 Prozent auf 243 Millionen Dollar zu (1997: 163 Millionen).