Auswahltipps für All Flash Storage

Wie zukunftsfähige Storage-Lösungen aussehen

15.12.2020
Anzeige  Jahrzehntelang ging es bei der Beschaffung von Storage-Lösungen vor allem um die Aufbewahrung von Daten. Heute und in Zukunft zählt die Nutzung der Daten. Dadurch müssen Unternehmen ganz andere Anforderungen an ihre Lieferanten stellen.
Unternehmen müssen und wollen immer mehr Daten speichern, sei es, um sie für KI- und Big-Data-Projekte zu nutzen, oder aufgrund regulatorischer Vorgaben. Mit den althergebrachten Konzepten lassen sich die Gesamtbetriebskosten aber nicht mehr in den Griff bekommen.
Unternehmen müssen und wollen immer mehr Daten speichern, sei es, um sie für KI- und Big-Data-Projekte zu nutzen, oder aufgrund regulatorischer Vorgaben. Mit den althergebrachten Konzepten lassen sich die Gesamtbetriebskosten aber nicht mehr in den Griff bekommen.
Foto: Gorodenkoff - shutterstock.com

Der englische Begriff „Storage“ hat sich in der IT-Fachsprache auch in Deutschland als Oberbegriff für die Speicherung von Daten in unterschiedlicher Form durchgesetzt. Dabei gerät die wörtliche Übersetzung leicht in Vergessenheit. Ursprünglich heißt „Storage“ übersetzt jedoch „Lager“ oder „Aufbewahrung“ und bezeichnet auch die Lagerhalle oder sogar den Abstellraum. Eigentlich beschreiben diese Begriffe ganz gut, wie in der Vergangenheit das Thema „Storage“ in vielen Unternehmen gesehen wurde.

Storage-Produkte sind heute nicht mehr Mittel zur Datenspeicherung, sondern Basis datengeriebener Geschäftsmodelle. Sie müssen daher andere Anforderungen erfüllen als früher.
Storage-Produkte sind heute nicht mehr Mittel zur Datenspeicherung, sondern Basis datengeriebener Geschäftsmodelle. Sie müssen daher andere Anforderungen erfüllen als früher.
Foto: Huawei

Es ging vor allem darum, Speicherplatz oder Speicherkapazität zu schaffen, die Daten irgendwo unterzubringen oder "wegzuschreiben". Damit das nicht zu teuer wird, dachte man sich komplizierte Konstrukte aus, um vermutlich selten oder nur noch zu Archivierungszwecken benötigte Daten auf langsame und günstigere Speichermedien auszulagern und nur die tatsächlich benötigten Daten auf schnellen aber teurem Speicher jederzeit direkt im Zugriff zu haben.

Es ging vor allem darum, Speicherplatz oder Speicherkapazität zu schaffen, die Daten irgendwo unterzubringen oder "wegzuschreiben". Damit das nicht zu teuer wird, dachte man sich komplizierte Konstrukte aus, um vermutlich selten oder nur noch zu Archivierungszwecken benötigte Daten auf langsame und günstigere Speichermedien auszulagern und nur die tatsächlich benötigten Daten auf schnellen aber teurem Speicher jederzeit direkt im Zugriff zu haben.

Dieses Storage-Tiering, die Zuweisung eines Speicherorts aufgrund der Bedeutung der Daten, wird durch unterschiedliche Anforderungen der Fachbereiche oder gesetzliche und regulatorische Vorgaben beliebig komplex und senkt zwar die Kosten für die Storage-Hardware, erhöht aber die für geeignete Management-Software und den Betrieb solch komplexer Umgebungen.

Disruptive Entwicklungen im Storage-Markt

Soweit der aktuelle Stand in den meisten Unternehmen. Allerdings ist beim Großteil von ihnen auch absehbar, dass sich so künftig weder Storage beschaffen noch verwalten lässt. Der offensichtlichste Grund dafür ist das explosionsartig zunehmende Wachstum der Datenmengen. Dafür gib es zahlreiche Messungen, Schätzungen und Prognosen, die aber im Wesentlichen alle zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Erhebungen von Huawei zufolge lag das globale Datenvolumen 2018 bei 32 Zettabyte. Für 2025 werden 180 Zettabyte (180 mit 21 Nullen) erwartet, also rund das Sechsfache. Wenn man bedenkt, das 1 Zettabyte eine 1 Million Petabyte sind und weiß, dass einem IDC-Bericht von 2017 zufolge alle in den 20 Jahren zuvor hergestellten Festplatten gerade einmal eine Speicherkapazität von vier Zettabyte hatten, beginnt man die Größe des Problems allmählich zu erahnen.

Außerdem verlagert sich der Ort, an dem Daten produziert werden, immer mehr in die Unternehmen. 2015 sorgten Unternehmen für 30 Prozent aller weltweit neu erzeugten Daten. 2025 liegt ihr Anteil bei 60 Prozent - wohlgemerkt bei einer absolut gesehen vielfach größeren Gesamtdatenmengen. Dazu kommen, wiederum laut IDC, drei Trends, die den Umgang mit den gespeicherten Daten und damit auch die Anforderungen an Storage-Infrastrukturen verändern.

Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data verlangen Zugriff auf möglichst alle Daten zu einem Problemfeld gespeicherten Daten. Die Erkenntnisse werden umso genauer und die Ergebnisse umso besser, je größer der Daten-Pool ist. Wenn das ermöglicht wird, versprechen diese Projekte jedoch gleichzeitig einen höheren ROI.

Immer mehr Daten müssen für einen längeren Zeitraum gespeichert werden. Sei es, um die für KI- und Big-Data-Projekte nutzbar zu machen, sie es um regulatorische Vorgaben einzuhalten. Damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, streben Unternehmen daher geringere Gesamtbetriebskosten an (TCO).

Ein immer größerer Anteil der unstrukturierten Daten muss jederzeit im Zugriff sein. Prognosen zufolge sollen 2025 sogar 30 Prozent der weltweiten Daten in Echtzeit verarbeitet werden müssen. Dadurch wandern immer mehr Daten von Offline- oder Nearline-Speichern wieder zurück in die Produktionssysteme - oder verlassen die erst gar nicht mehr.

Unternehmen brauchen neue Storage-Ideen

Angesichts der vielfältigen und grundlegend neuen Anforderungen ist schnell klar, dass die sich nicht einfach dadurch lösen lassen, dass die Kapazität erhöht wird. Lediglich mehr vom selben kann nicht die Antwort auf neue Herausforderungen sein.

IDC spricht in Bezug auf die derzeit stattfindenden Veränderungen von der zweiten Phase der Digitalisierung. Grundlage der Entwicklung sind Daten. Andererseits wird Erfolg im Daten-Zeitalter auch daran gemessen, wie man mit den Daten umgeht und wie man sie nutzt. Das bedeutet aber auch, dass die Wahl eines Storage-Systems nicht Spezialisten überlassen werden sollte, die es nur unter bestimmten technischen Gesichtspunkten sehen. Storage-Beschaffung muss vielmehr auch die Geschäftsführung interessieren - denn nur mit dem richtigen Storage-System werden sich diverse, zukunftweisende und erfolgskritische Projekt erst umsetzen lassen.

Es geht also auch darum, sich vom der Annahme zu verabschieden, dass nach einer Ausschreibung der Anbieter mit dem günstigsten Preis pro GByte Speicherkapazität auch der beste Lieferant ist. Stattdessen müssen Unternehmen sich einen ausreichend agilen, flexiblen und offenen Partner zu suchen, der ihnen eine zukunftssichere Plattform für alle ihre künftigen Aktivitäten im Datenbereich liefern kann - selbst für die, an die sie heute noch gar nicht denken.

Mehr Informationen wie Sie Ihre Daten vollumfänglich nutzen können

OceanStor 100D ist Huaweis intelligentes Angebot zur wirtschaftlichen Speicherung von Massendaten und Projekte für Distributed Storage. Es bietet zahlreiche Skalierungsoptionen, eignet sich für Block-, HDFS-, Objekt- und File-Speicher und bietet für alle Speicherszenarien eine einheitliche Managementoberfläche.
OceanStor 100D ist Huaweis intelligentes Angebot zur wirtschaftlichen Speicherung von Massendaten und Projekte für Distributed Storage. Es bietet zahlreiche Skalierungsoptionen, eignet sich für Block-, HDFS-, Objekt- und File-Speicher und bietet für alle Speicherszenarien eine einheitliche Managementoberfläche.
Foto: Huawei

Al-Flash ist der neue Standard

Laut Gartner hat 2019 der weltweite Umsatz mit All-Flash-Arrays den mit hybriden Storage-Lösungen überschritten. Inzwischen nutzen über 60 Prozent aller Primär-Storage-System All-Flash. 2023 sollen es den Analysten zufolge es fast 90 Prozent sein. Gründe für das rasante Wachstum sind, das All-Flash-Storage für geringe Latenzzeiten sorgt, die Verfügbarkeit verbessert und die Agilität erhöht.

In seinem "Magic Quadrant for General-Purpose Disk Arrays" hat Gartner in den vergangenen Jahren Huawei mehrmals in Folge als "Leader" eingestuft. Die Analysten bescheinigen Huawei im Bereich Storage ein breites Produktportfolio, sowohl für Enterprise- als auch für Cloud-Storage. Letzteres wird in Deutschland komplett über lokale Partnerfirmen angeboten. Gartner zufolge ist Huawei zudem drei Jahren in Folge gemessen am Umsatz die Nummer eins im All-Flash-Markt und konnte seinen Umsatz 2019 erneut um 60 Prozent steigern.

Diese Erfolge kommen nicht von ungefähr. Seit 2009 hat Huawei intensiv und konsequent an der eigenen Entwicklung seines Portfolios für All-Flash-Storage gearbeitet. Wichtige Meilensteine war das ab 2014 angebotene, erste konvergente SAN&NAS-System, 2017 das damals weltweit schnellste All-Flash-System und 2018 das erste All-Flash-System, das komplett auf NVMe setzte.

Die Enterprise Strategy Group (ESG) hat die Gesamtbetriebskosten (TCO) von klassischem Hybrid Storage mit der All-Flash-Lösung OceanStor Dorado 5000 V6 verglichen.
Die Enterprise Strategy Group (ESG) hat die Gesamtbetriebskosten (TCO) von klassischem Hybrid Storage mit der All-Flash-Lösung OceanStor Dorado 5000 V6 verglichen.
Foto: ESG

Gerade die bedingungslose Adaption von NVMe durch Huawei ist ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. Herkömmliche Storage-Architekturen und Protokolle sind auf HDDs ausgelegt. Das limitiert letztlich die Performance - auch und gerade bei wachsenden Datenmengen und dem Bedarf nach Festplatten mit immer größerer Kapazität. Mit einem End-to-End-NVMe-Ansatz reduziert sich dagegen die Latenz des Systems von über 560 auf weniger als 100 Mikrosekunden.

Einen weiteren Schub im Vergleich zu einer traditionellen Architektur mit einem Fibre-Channel SAN gibt es, wenn auch die Anbindung der Server einbezogen wird. Denn NVMe-over-Fabric (NVMe-oF) vereinfacht die Verbindung zwischen Storage und Server. Dank des hier verfügbaren AI Fabric Switch von Huawei kommt das Gesamtsystem gänzlich ohne den Verlust von Datenpaket und mit Latenzzeiten im Mikrosekunden-Bereich aus. Zusätzlich für hohe Geschwindigkeit sorgt der von Huawei selbst entwickelte Flash-Algorithmus FlashLink.

Das ist beileibe kein Selbstzweck oder reine technische Spielerei. Es schafft vielmehr die Grundlage für die bereits angesprochene, für immer mehr Daten erforderliche Echtzeitverarbeitung zu jeder Zeit und durch möglichst viele Nutzer. Diese Anforderung lässt sich aber auch nur erfüllen, wenn das Storage-System eine hohe Verfügbarkeit aufweist. Diesbezüglich setzt Huawei bei seinem Storage-Angebot OceanStor Dorado auf eigene AI-Chips. Damit lassen sich zum Beispiel bereits zu erwartende Engpässe bei der Performance bereits 60 Tage vor Eintritt und gravierende Fehler bei einer SSD 14 Tage vorher den Ausfall vorhersagen. Das verschafft den Verantwortlichen ausreichend Vorlaufzeit, um rechtzeitig zu agieren, statt im Notfall unmittelbar reagieren zu müssen.

Praxisberichte aus Deutschland

Die Leistungsfähigkeit der Storage-Produkte von Huawei mit NVMe-over-Fabric, Active-Active-Mirroring, und den von Huawei entwickelten AI-Chips überzeugte zum Beispiel das Universitätsklinikum Essen. Es konsolidierte seine Storage-Infrastruktur für virtualisierten und physische Hosts auf die NVMe All-Flash Storage-Systeme Huawei Dorado V6. Damit erreicht die Essener Uniklinik nun über 300.000 IOPS mit lediglich 0,3 Millisekunden Latenzzeit und hat so nicht nur ihre Digital-Healthcare-Plattform deutlich schneller gemacht, sondern auch die TCO um 50 Prozent reduziert.

Ein weiterer Kunde für All Flash Arrays von Huawei in Deutschland ist EOS Technology Solutions, ein technologiegetriebener Finanzdienstleister und Experte für Forderungsmanagement. Das Unternehmen ist Teil der Otto-Gruppe und weltweit in mehr als 60 Ländern aktiv, davon in 26 vor Ort vertreten und betreut über 20.000 Firmenkunden. In der jüngeren Vergangenheit stelle die Kapazitäts- und Performance-Planung das Unternehmen immer wieder vor Herausforderungen.

Die Kunden EOS Technology Solutions können hier kaum zuverlässig planen - sie erwarten aber dennoch, dass jederzeit genug Kapazitäten vorhanden sind und haben hohe Erwartungen an die Performance. Mit Huawei und einer damit möglichen, umfassendere Automatisierung wurde die Grundlage geschaffen, auch künftig erfolgreich agieren zu können. "Für EOS Technology Solutions bietet Huawei zukunftsorientierte Technologien, mit denen wir unsere individuellen Kundenanforderungen realisieren können", fasst Thorsten Sagebiel, System Engineer, Storage & Data Protection bei EOS Technology Solutions, zusammen.

EOS Technology Solutions setzt bereits seit Anfang 2018 zwei OceanStor Dorado 5000V3 mit je 248 TByte ein. Ein Upgrade im Januar 2019 erhöhte deren Speicherkapazität auf jeweils 537 TByte. Doch schon im Frühjahr 2020 musste abermals nachgerüstet werden, zwei weitere OceanStor Dorado 5000V3 mit je 312 TByte kamen hinzu.

Neben dem Bedarf nach zusätzlicher Speicherkapazität änderten sich mit der Zeit aber auch die Anforderungen an die Storage-Infrastruktur. Zum Beispiel sind persistenter Storage für Kubernetes, Mandantenfähigkeit, S3-API, sowie der Austausch der Archiv- und HDD-Storages immer wichtiger geworden. Die konnten zwei All Flash Arrays vom Typ OceanStor Dorado 5000V6 mit je 461 TByte und Automatisierung mit OceanStor DJ erfüllen.

Erfahren Sie mehr darüber, wie auch Ihr Unternehmen mit Hilfe von modernen All-Flash-Arrays und einer fortschrittlichen Storage-Plattform seine Daten in vollem Umfang nutzen kann.