Arbeitsplatzkonzepte der Zukunft

Wie Virtual Desktop Infrastructure und End User Computing die Arbeitswelt verändern

07.07.2020
Anzeige  In den vergangenen Monaten mussten viele Unternehmen über Nacht Hunderte oder gar Tausende verteilte Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Vielen gelang dies nur mit einer gehörigen Portion Improvisation. Lesen Sie hier, wie Sie es besser machen und wie Sie dank VDI und EUC die Bereitstellung von Arbeitsumgebungen strategisch und nachhaltig auf die Zukunft ausrichten.
Homeoffice-Arbeitsplätze und die Kommunikation in verteilten Teams wurden in den vergangenen Wochen zum Berufsalltag.
Homeoffice-Arbeitsplätze und die Kommunikation in verteilten Teams wurden in den vergangenen Wochen zum Berufsalltag.
Foto: fizkes - shutterstock.com

Noch vor wenigen Monaten war der feste, ortsgebundene Firmenarbeitsplatz in Deutschland Standard. Laut dem Digitalindex 2019/2020, einer Studie der Initiative D21, nutzten nur 16 Prozent der deutschen Arbeitnehmer Telearbeit, Homeoffice oder mobiles Arbeiten. Diese Situation hat sich quasi über Nacht geändert. In einer vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) im März dieses Jahres durchgeführten Umfrage standen 75 Prozent der Teilnehmer dem Thema Homeoffice positiv gegenüber, zwei Drittel erwarteten, dass ihr Arbeitgeber ihnen entsprechende Lösungen zur Verfügung stellt.

In vielen Unternehmen führte die schnelle Bereitstellung von häuslichen Arbeitsplätzen allerdings zu teils bedenklichen Kompromissen bei Sicherheit und Compliance. VPN-Zugänge wurden nur durch einfache Passwörter geschützt, die Aktualisierung von Betriebssystemen und Applikationen aus der Ferne war nicht oder nur mit großem Aufwand möglich. Auch beim Thema Datensicherheit zeigten sich Lücken, sei es, dass Kommunikations-Tools mit teils bedenklichen Datenschutzvereinbarungen eingesetzt wurden, sei es, dass andere Familienmitglieder das Firmen-Notebook "mal schnell" für eine Internetrecherche nutzten. Cyber-Kriminelle versuchten prompt, aus der Notlage Kapital zu schlagen, Phishing-Attacken und Ransomware-Angriffe häuften sich.

In dieser Situation waren Unternehmen klar im Vorteil, die bereits auf eine Virtual Desktop Infrastructure (VDI) setzten. Dabei werden komplette Desktop-Umgebungen inklusive Betriebssystem und Applikationen zentral auf den firmeneigenen Servern oder in der Cloud gehostet. Die Anwender greifen remote über Thin Clients auf ihre Arbeitsumgebung zu. Für Verwaltung und Sicherheit bedeutet dies eine enorme Entlastung: Patches und Updates lassen sich zentral einspielen, neue Desktops per Knopfdruck aus einem Image erstellen. Übernimmt ein Angreifer den lokalen Rechner eines Mitarbeiters, wird dieser gestohlen oder geht verloren, sind die Auswirkungen gering, da sich weder sensible Daten noch Firmenapplikationen darauf befinden. Das Konzept stößt auf zunehmendes Interesse. Marktforschern zufolge soll der weltweite Markt für VDI bis 2025 auf über 25 Milliarden US-Dollar steigen, ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 16 Prozent.

Noch einen Schritt weiter geht das sogenannte End User Computing (EUC). Es vereint verschiedenste Dienste und Applikationen, die aus unterschiedlichen Cloud-Umgebungen oder dem eigenen Rechenzentrum stammen können. Die IT-Abteilung stellt sie dann Anwendern über ein zentrales Serviceportal zur Verfügung. Je nach Anforderungen, Rollen und Berechtigungen erhalten Mitarbeiter Zugriff auf ihre individuell zusammengestellte Umgebung. Dieser erfolgt über einen Standard-Browser und ist daher endgeräteunabhängig.

Mehr zu Virtual Desktop Infrastructure und End User Computing erfahren Sie im COMPUTERWOCHE-Webcast in Zusammenarbeit mit SVA am 14. Juli - registrieren Sie sich jetzt!

Langfristige Strategie statt Aktionismus

Der Aufbau einer Virtual Desktop Infrastructure oder einer EUC-Plattform ist der richtige Weg, um langfristig und strategisch sichere und flexible Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, Krisen besser zu bewältigen und die Attraktivität als Arbeitgeber für junge, gut ausgebildete Fachkräfte zu steigern. Allerdings gibt es bei der Planung von VDI- und EUC-Umgebungen auch einige Herausforderungen. So fällt es vielen Unternehmen schwer, den künftigen Aufwand, die geforderte Leistungsfähigkeit und die damit einhergehenden Kosten langfristig abzuschätzen. Herkömmliche Rechenzentrumsinfrastrukturen sind zudem zu unflexibel, um schnell auf Änderungen reagieren zu können. Hinzu kommt, dass die Storage-Kosten bei einem raschen Wachstum schnell aus dem Ruder laufen können.

Eine gute Alternative zum klassischen RZ-Aufbau stellen hyperkonvergente Infrastrukturen dar, auch Hyper-Converged Infrastructure (HCI) genannt. Sie vereinen Server-, Storage -und Netzwerkkomponenten in einem System. HCI-Plattformen sind schnell einzurichten und leicht zu verwalten. Sie dienen daher als ideale Basis für VDI- und EUC-Projekte. Bei einigen Herstellern sind die Systeme allerdings nicht oder nur sehr begrenzt erweiterbar. Steigen die Anforderungen, muss eine neue HCI-Appliance angeschafft werden, was zu unerwünschten "Investitionssprüngen" führen kann. Bei der Auswahl sollten Sie daher auf eine möglichst flexible Building-Block-Architektur achten, wie sie beispielsweise das HCI-Portfolio von NetApp bietet. So stellen Sie die problemlose Skalierung von Kapazität und Performance sicher, schützen Ihre Investitionen und eliminieren Migrationsrisiken.

Fazit

Krise hin oder her: Moderne digitale Arbeitsplätze sind keine Frage der Krisenbewältigung, sondern essentieller Bestandteil einer zukunfts- und wettbewerbsfähigen Unternehmensstrategie. Virtual Desktop Infrastructure und End User Computing sind zwei empfehlenswerte Wege, Arbeitsumgebungen ohne Ortsbeschränkung flexibel und sicher zur Verfügung stellen zu können. Dies gelingt jedoch nur mit der richtigen Infrastruktur. Wie diese aussehen sollte und welche Herausforderungen bei der Einrichtung und dem Betrieb von VDI- und EUC-Umgebungen auftreten, das erfahren Sie im COMPUTERWOCHE-Webcast in Zusammenarbeit mit SVA - jetzt anmelden!

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