Reality Check Cloud Computing

Wie Unternehmen Cloud-Storage nutzen

Ariane Rüdiger ist freie Autorin und lebt in München.

Bandbreite als Flaschenhals für Cloud-Storage

Hoch skalierbare Systeme wie Atmos von EMC bilden die technologische Grundlage der meisten Cloud-Storage-Systeme.
Hoch skalierbare Systeme wie Atmos von EMC bilden die technologische Grundlage der meisten Cloud-Storage-Systeme.
Foto: ATMOS

Ein Hindernis für die primäre Speicherung wichtiger Anwendungen übers Web ist noch immer die Bandbreite. Zwar betont Reimund Willig, Senior Technical Consultant bei EMC: "Cloud Storage wird immer schneller werden, so dass man immer mehr Anwendungen dorthin legen kann." Doch was nutzt das, wenn die Leitung zuckelt? Darauf weist Experton-Berater Wolfgang Schwab hin: "Eine Mindestbandbreite von 10 MBit/s sollte man für Dienste wie Cloud-Backup schon haben.

"Genau das ist aber in Deutschland mit seinem verqueren Breitband-Begriff von 1 MBit/s nicht überall gegeben. Deshalb bleibt so manchem innovativen Startup auf dem Land, das vielleicht gerne die Segnungen der Cloud-Welt nutzen würde, nur, eine eigene Storage-Infrastruktur vorzuhalten oder gleich in die Stadt umzuziehen.

Das bestätigt auch Khaled Chaar, Director Business Strategy bei Pironet. Der Anbieter bewegt sich zwischen Cloud und klassischem Outsourcing. "Die Bandbreiten zum Kunden sind manchmal sehr knapp", so der Manager. Deshalb nutzen Pironet-Kunden, die meist komplette Anwendungen aus den Rechenzentren des Anbieters beziehen, häufig spezielle Virtual-Desktop-Technologie und die damit verbundenen Transportprotokolle, wie sie etwa Citrix und VMware anbieten. Kahlet: "Dann reichen auch 100 KBit/s." (wh)