Erste Hilfe bei Imageschäden für Arbeitgeber

Wie Sie Kritik in Mitarbeiterportalen begegnen

Katharina Jedlitschka ist PR-Beraterin im Digital Services, Human Centered Communications der Agentur Maisberger.
Wie sollen Arbeitgeber reagieren, wenn sich aktive und ehemalige Beschäftigte negativ in Mitarbeiterportalen wie Kununu äußern? Wir haben sieben Tipps für Sie zusammengestellt.
  • Bewertungsportale für Arbeitgeber spielen im Employer Branding eine immer wichtigere Rolle.
  • Für Unternehmen kann die neue Transparenz im Netz Segen und Fluch zugleich sein.
  • Firmen sollten einen Notfallplan haben, um im Netz angemessen auf Kritik reagieren zu können.

Vergleichs- und Bewertungsportale schießen wie Pilze aus dem Boden. Ob für Hotels, Restaurants, Handy-, Strom- und Versicherungstarife - oder eben für Unternehmen als Arbeitgeber. Bewerbungsverfahren, Arbeitsatmosphäre, Gehalt, Karrierechancen: In Erfahrungsberichten legen ehemalige oder noch aktive Mitarbeiter die Karten auf den Tisch und geben einen ersten Eindruck, ob sich eine Bewerbung lohnen könnte.

Im Netz fallen die Bewertungen der Arbeitgeber nicht immer positiv aus. Unternehmen müssen sich dessen bewusst sein und konstruktiv mit der Kritik umgehen, um ihr Image aufzupolieren.
Im Netz fallen die Bewertungen der Arbeitgeber nicht immer positiv aus. Unternehmen müssen sich dessen bewusst sein und konstruktiv mit der Kritik umgehen, um ihr Image aufzupolieren.
Foto: aquarius83men - shutterstock.com

Zumindest können Bewertungen im Netz die öffentliche Wahrnehmung stark prägen. Bewertungsportale für Arbeitgeber spielen im Bereich Employer Branding eine immer wichtigere Rolle. Kununu.com, 2007 gegründet und 2013 vom beruflichen Netzwerk Xing übernommen, gilt mit über einer Million Bewertungen zu mehr als 250.000 Unternehmen derzeit als Marktführer im deutschsprachigen Raum.

Employer Branding hat seinen Preis

Für Unternehmen ist die neue Transparenz im Netz dabei Segen und Fluch zugleich. Die Möglichkeiten, die eigene Unternehmensmarke öffentlich attraktiv zu präsentieren, das Image aufzupolieren und das Recruiting zu pushen, sind vielfältig. Es fließt viel Geld ins Employer Branding. Doch je transparenter man sich darstellt, desto angreifbarer wird man.

Und natürlich fallen die Bewertungen nicht immer positiv aus. Dessen müssen sich Arbeitgeber bewusst sein und mit den Konsequenzen leben. Oder zumindest professionell auf die kritischen Stimmen reagieren. Wird ein Unternehmen einmal öffentlich inspiziert und werden interne Missstände aufgedeckt, die potenzielle Bewerber möglicherweise abschrecken, kann es schwerfallen, mit der Kritik - sie mag berechtigt sein oder nicht - konstruktiv umzugehen.

Deshalb soll ein Notfallplan, sozusagen ein Erste-Hilfe-Kasten für Image-Krisenfälle, Hinweise geben, wie Arbeitgeber reagieren können. Bei andauernden und größeren Schäden sollte trotzdem unbedingt ein erfahrenes Team herangezogen werden, um die Situation professionell zu bewältigen.

Sieben Tipps, wie Sie auf Kritik in Mitarbeiterportalen reagieren