Weiterbildung

Wie man globaler Projekt-Manager wird

12.03.2009
Von 
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.

Durch die unternehmenspolitische Brille betrachtet, dient laut Küpper der Lehrstuhl dazu, Studierende auszubilden, die die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Softwarehäuser sicherstellen. "Softwareprofis müssen in der Lage sein, die Offshore-Möglichkeiten elegant und kosteneffizient zu nutzen", so der Müncher Manager. Dies sei, da amerikanische Firmen auf diesem Gebiet über größere Erfahrung verfügten, nicht einfach, aber lohnend: "Unternehmen, die hier die Nase vorn haben, verfügen über einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil."

Gute Projekt-Manager brauchen Technikwissen

Manfred Broy, Professor an der Technischen Universität München, Institut für Informatik, freut sich über den IT-Lehrstuhl: "Verteilte Softwareentwicklung über unterschiedliche Kulturkreise und geografische Zonen hinweg stellt die Betroffenen vor große neue Herausforderungen. Schließlich können die Entwickler nicht einfach direkt von Angesicht zu Angesicht diskutieren." Hier böten Telefon- und Videokonferenzen zwar eine zusätzliche Hilfe an, aber je professioneller die Softwareentwicklung sei, desto besser funktioniere die Zusammenarbeit, betont der Wissenschaftler.

Darüber hinaus stelle sich die Frage, wer Projekte dieser Bauart bewältigen könne. "Gute Projekt-Manager müssen die technische Seite von der Pike auf kennen, gleichzeitig Führungsaufgaben wahrnehmen können, Alltagsprobleme bewältigen und über strategische planerische Fähigkeiten verfügen. Wer es schafft, diesen Flohzirkus in den Griff zu bekommen, gehört zu den begehrtesten Talenten überhaupt", meint Broy. Er hegt allerdings noch eine andere Hoffnung: "Wenn der IT-Lehrstuhl von Capgemini sd&m hilft, das grundsätzliche Interesse der Studenten an der Informatik als Studienfach zu stimulieren, wäre das ein zusätzlicher Gewinn, von dem die gesamte Softwarewelt profitieren würde."

Unternehmerische TU München

Unternehmerische Initiativen haben an der TU München eine lange Tradition und werden durch den hohen Praxisbezug in den Fakultäten gefördert. So wurde am 13. Oktober 2006 die TU München vom Wissenschaftsrat und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als einer der drei Sieger der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ausgezeichnet. Damit war auch der Weg zur Realisierung des Zukunftskonzepts "TUM - The Entrepreneurial University" geebnet, in das die Unternehmer-TUM GmbH eingebettet ist. Zu deren wesentlichen Zielen zählt, zusammen mit Studierenden und Wissenschaftlern aus allen Fachrichtungen der TU München Geschäftskonzepte für vermarktungsfähige Produkte und Dienstleistungen systematisch zu erproben.