Wie kommt die IT-Kompetenz in den Vorstand?

14.04.2004
Von Katharina Friedmann
Vor dem Hintergrund, dass sich die Informationstechnik zum Dreh- und Angelpunkt moderner Geschäftsmodelle entwickelt, ist technischer Sachverstand im Topmanagement ein Muss. Bei einigen wenigen Unternehmen ist sie durch einen IT-Vorstand gegeben, für andere gilt es, Wissensdefizite auszugleichen.
Viele Vorstände haben vom Baum der IT-Erkenntnis noch nicht gekostet.
Viele Vorstände haben vom Baum der IT-Erkenntnis noch nicht gekostet.

Im Idealfall verfügt der Vorstand über einen IT-Spezialisten, der im Lenkungsgremium des Unternehmens als Rat- und Richtungsgeber in Technologiefragen fungiert. In der Praxis ist der Chief Information Officer (CIO) auf oberster Management-Ebene allerdings nach wie vor eine Rarität. Auch die allgemeine Erkenntnis, dass die IT über ihre unterstützende Funktion hinaus neue Wege zur Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit eröffnet und damit zunehmend Einfluss auf die strategische Geschäftsausrichtung nimmt, hat die Zahl der IT-Experten in der Führungsetage bis dato nicht dramatisch steigen lassen. So leisten sich nach einer aktuellen Untersuchung der Kommunikationsberatung Burson-Marsteller derzeit nur fünf Prozent der Fortune-Global-500-Unternehmen einen Technologievorstand etwa in Form eines amtierenden oder ehemaligen CIO beziehungsweise CTO.

Von 313 untersuchten Großkonzernen, die Einblick in die Lebensläufe ihrer Vorstände gewähren, trifft dieser Umstand auf lediglich 15 Unternehmen zu. Marktforscher bestätigen den Seltenheitswert an der Firmenspitze etablierter Technikkompetenz: So sitzt heute etwa nach Angaben von John Mahoney, Chief of Research for IT-Management bei Gartner, lediglich einer von fünf CIOs im obersten Führungsgremium seines Unternehmens.

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