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Cloud Computing

Wie Hybrid Cloud den besten Business-Nutzen liefert

26.06.2020
Die Hybrid Cloud vereint die Vorteile von Private und Public Cloud. Deren Management erfordert allerdings einen höheren Aufwand und spezifische Tools. Intel unterstützt Unternehmen bei Einführung und Betrieb von Hybrid Clouds mit Prozessoren, Netzwerkkomponenten und anderen Technologien.
Die Hybrid Cloud vereint das Beste aus zwei Welten, ist aber aufwändiger im Management.
Die Hybrid Cloud vereint das Beste aus zwei Welten, ist aber aufwändiger im Management.
Foto: Intel

Krisen sind Katalysatoren für technologische Entwicklungen. Diesen Frühling hat die Digitalisierung mit einem Schlag einen Riesenschub bekommen. "Wir befinden uns durch Corona an einem Digital Turning Point", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. "Die Welt dreht ins Digitale, dafür wird die Bitkom-Branche gebraucht. Die Nachfrage nach digitalen Diensten und Technologien wurde zunächst durch den Bedarf nach Home-Office-Lösungen, Office- und Collaboration-Werkzeugen angetrieben - und damit viele Argumente pro Cloud geliefert.

Das Cloud-Paradigma war allerdings schon vor der Krise für die Modernisierung der IT unersetzlich. "Ohne Cloud Computing lassen sich die für die digitale Transformation von Unternehmen benötigte Agilität, Flexibilität und Skalierbarkeit nicht erreichen", heißt es in der aktuellen IDC-Hybrid-Cloud-Studie. Entsprechend nutzen heute laut Studie ca. 70 Prozent der deutschen Betriebe Cloud-Services.

Bereitstellungsmodelle: Public vs. Private Cloud

Allerdings gibt es längst nicht mehr DIE Cloud. Cloud Computing hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker ausdifferenziert. Zeigte die Public Cloud zu Beginn die Möglichkeiten der neuen Technologie auf, gewinnt das Konzept der Private Cloud immer weiter an Boden, ohne jedoch die Public Cloud grundlegend in Frage zu stellen.

Private und Public Clouds haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Der zentrale Nutzen von Public Clouds besteht darin, dass Unternehmen sehr schnell, flexibel und preisgünstig auf standardisierte IT-Ressourcen zugreifen können, um beispielsweise neue Anwendungen und Geschäftsmodelle zu testen oder verfügbar zu machen. Das ist häufig viel schneller, flexibler und günstiger als über die interne IT. Public Clouds scheitern allerdings immer häufiger an den erhöhten Compliance-Anforderungen, besonders wenn wichtige Daten in Rechenzentren im Ausland gehalten werden.

Private Clouds sind in dieser Hinsicht sicherer, denn die Daten werden hier intern gehalten. Die unternehmensinternen Clouds bieten Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Anwendungen. Doch auch die Private Cloud hat einen Haken: Da kaum ein Unternehmen auf Dienste der Public Cloud verzichten will, muss die interne IT erst einem Transformationsprozess unterzogen werden: Sie muss automatisiert, standardisiert und service-orientiert ausgerichtet werden, um fit genug für den Betrieb einer Hybrid Cloud zu sein - ein aufwändiger Prozess.

Das beste aus zwei Welten - Hybrid Clouds

Dennoch rechnet IDC damit, dass die Hybrid Cloud sich in den nächsten Jahren zum Standard entwickeln wird, denn sie kombiniert die Vorteile beider Welten: In einer hybriden Cloud wird eine Private Cloud mit Ressourcen aus der unternehmenseigenen IT zusammen mit Public Cloud-Diensten betrieben. Diese Mischung erlaubt es den Unternehmen, ihre IT sehr flexibel zu gestalten - ohne dabei den Sicherheitsaspekt zu vernachlässigen oder Kompromisse in Sachen Compliance einzugehen. Entsprechend registriert IDC seit einiger Zeit eine Re-Migration von Anwendungen in die Private Cloud.

Aktuelle Nutzung von Hybrid Clouds in Deutschland, Österreich und der Schweiz laut der IDC Hybrid-Cloud-Studie.
Aktuelle Nutzung von Hybrid Clouds in Deutschland, Österreich und der Schweiz laut der IDC Hybrid-Cloud-Studie.
Foto: IDC

Hybrid Clouds können genutzt werden, um spezifische Unternehmens-Workloads in der jeweils effizientesten Cloud-Umgebung auszuführen: Business-Software mit kritischen Daten wie ERP oder CRM wird in der Private Cloud betrieben, andere, weniger kritische IT-Services wie E-Mail oder Office-Anwendungen können via Public Cloud bezogen werden. "Wenn durch den Aufbau einer hybriden Cloud-Umgebung die unterschiedlichen Applikationen miteinander verknüpft und Daten automatisch ausgetauscht werden, können Geschäftsprozesse schneller gestaltet werden", sagt Matthias Kraus, ehemaliger Research Analyst bei IDC.

Hybride Clouds erlauben es auch, im Normalbetrieb die interne IT oder Private Cloud zu nutzen und bei Bedarf oder bei Lastspitzen jederzeit zusätzliche IT-Leistungen von einem externen Public Cloud-Provider hinzuzuschalten. Auf diese Weise können Unternehmen sehr flexibel Spitzenlasten abfedern, da die IT-Ressourcen dem aktuellen Bedarf schnell angepasst werden können. "Zusätzliche Rechenleistung kann, etwa bei stark saisonabhängigem Geschäft, kurzfristig genutzt werden. Damit wird die IT agiler", sagt Kraus. Das typische Beispiel ist der Online-Shop, der zum Weihnachtsgeschäft Server- und Speicherkapazität hinzukauft, die ansonsten das Jahr über brach liegen würden, wenn sie im eigenen Rechenzentrum bereitstünden.

Voraussetzungen für eine Hybrid Cloud

Doch auch die Hybrid Cloud ist keine eierlegende Wollmilchsau. Betrieb und Management einer hybriden IT-Landschaft sind deutlich aufwändiger als bei einer reinen Private Cloud. Um Funktionalitäten wie den Datenaustausch, Security, Provisioning usw., sicherzustellen, werden spezifische Tools benötigt. Zudem bringt die Nutzung von Hybrid Clouds in der Implementierungsphase im Vergleich mit Private Clouds und Public Clouds einen erhöhten Verwaltungsaufwand mit sich.

Das sind die wichtigsten Herausforderungen für das Management von Hybrid Clouds.
Das sind die wichtigsten Herausforderungen für das Management von Hybrid Clouds.
Foto: IDC

Damit die Dienste nahtlos zwischen der lokalen Private und der öffentlichen Public Cloud verschoben werden können, muss außerdem auf verschiedenen Ebenen eine Integration stattfinden - einschließlich der Netzwerk-, Sicherheits-, Anwendungs- und Management-Ebene. Innerhalb einer hybriden Cloud-Umgebung müssen individuelle Infrastrukturkomponenten für die Verwaltung, Automatisierung und Orchestrierung Ihrer Ressourcen kombiniert werden.

Intel unterstützt Cloud-Anwender und -Betreiber bei Einführung und Betrieb von Hybrid Clouds mit Prozessoren, Netzwerkkomponenten, Arbeits- und Datenspeicher-Technologien. Zusätzlich arbeitet Intel mit wichtigen öffentlichen Cloud-Service-Providern - einschließlich Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure - zusammen, um die Leistung von Intel-Technologien in ihren Rechenzentren zu optimieren.

Um eine Hybrid-Cloud zu starten, benötigen Anwender eine leistungsstarke Plattform und ein robustes Partner-Ökosystem zur Unterstützung. Intel Select Solutions for Hybrid Cloud bringen Cloud-Services mit einer einfachen, verbesserten Bereitstellung in Ihr Rechenzentrum vor Ort. Diese verifizierten Lösungen bieten eine abgestimmte und optimierte Infrastruktur für private Cloud-Strategien mit softwaredefinierten Rechen-, Datenspeicher- und Netzwerkfunktionalitäten. Entwickler können außerdem bei Intel aus einem reichen Angebot an Ressourcen wählen, darunter Software für Virtualisierung, Orchestrierung und Container.

Zwei Hybrid Cloud Use Cases

Beispiele von Unternehmen, die von Intel-Cloud-Technologien profitieren, gibt es zahlreiche. Der Düsseldorfer Rechenzentrumsbetreiber myLoc beispielsweise bietet seinen Kunden Colocation, Managed Hosting, Server Hosting und Private Cloud-Dienste an. Kunden von myLoc äußerten den Wunsch nach einer Managed Hosting-Option für die Private Cloud, bei der sie die Vorteile einer Cloud-Architektur nutzen können und gleichzeitig die volle Kontrolle über die Datensicherheit und die Bare-Metal-Infrastruktur behalten.

Um diesem Bedürfnis nachzukommen, hat myLoc in Zusammenarbeit mit HPE und Intel eine spezielle Private Cloud-Lösung auf den Markt gebracht. Die Lösung läuft auf HPE ProLiant Gen10 DL360-Servern mit dem Betriebssystem Virtuozzo Infrastructure Platform (VIP) und Intel Xeon Scalable-Prozessoren der zweiten Generation. Diese hyperkonvergente Infrastruktur-Lösung kombiniert hohe Leistung, Skalierbarkeit und maximale Datensicherheit in einem ausgewogenen, vollständig verwalteten Service.

Kleine und mittelständische Unternehmen zögern manchmal bei Cloud Computing. Sie werden oft abgeschreckt vom hohen Preis einiger Private-Cloud-Angebote, dem Risiko der Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur und der Erfordernis, sich in spezifische Tools einarbeiten zu müssen. Aus diesem Grund hat der Cloud-Provider Ionos beschlossen, einen neuen Private Cloud-Service auf der Grundlage des VMware-Software-Stacks auf den Markt zu bringen, der im Mittelstand weit verbreitet ist.

Für diesen Zweck stellte Ionos einen Private Cloud-Service mit Intel Xeon Scalable-Prozessoren der zweiten Generation bereit. Die Lösung basiert auf VMware, so dass das IT-Team des Kunden seine vorhandenen Tools und Erfahrungen nutzen kann, anstatt sich in einen neuen Technologiestack einarbeiten zu müssen.