Hyper Converged Infrastructure (HCI)

Wie HCI den Übergang zur Hybrid Cloud öffnet

27.07.2020
Anzeige  Hyper Converged Infrastructure (HCI) integriert Server, Storage und Netzwerk in einem System und setzt konsequent auf eine Software-zentrierte Architektur. Damit bildet sie den Kern eines Software Defined Data Centers und öffnet den Übergang zur Hybrid Cloud.
Hyper Converged Infrastructure von Arrow
Hyper Converged Infrastructure von Arrow
Foto: SFIO CRACHO - shutterstock.com

In vielen (mittelständischen) Unternehmen existieren in den Rechenzentren oft Server, Storage-Systeme und Netzwerk von verschiedenen Herstellern nebeneinander - mit unterschiedlichen Betriebssystemen, Protokollen oder Management-Software. Aus dieser komplexen Infrastruktur resultieren Mehraufwand für die Administration, höhere Kosten und eine mangelnde Flexibilität. Zudem bindet sie Ressourcen, die für digitale Projekte fehlen. Eine Hyper Converged Infrastructure (HCI) schafft hier Abhilfe.

Deren Relevanz belegen die Marktzahlen. Der Absatz für entsprechende Lösungen stieg in den letzten Jahren enorm. Ein Beispiel: Den Marktforschern von IDC zufolge wurden im vierten Quartal 2019 weltweit HCI-Systeme im Wert von mehr als 2,3 Milliarden US-Dollar verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

HCI: Flexibel und einfacher zu verwalten

HCI-Lösungen integrieren Server-, Speicher- und Netzwerk-Komponenten sowie Virtualisierungs- und Management-Software in einem System. Da HCI den Fokus auf virtuelle Maschinen und Anwendungen legt, können Firmen damit ihre Workloads von der physischen Infrastruktur entkoppeln. Die Virtualisierungs-Software fasst die zugrundeliegenden IT-Ressourcen in Pools zusammen und weist sie dann dynamisch den Anwendungen in virtuellen Maschinen oder Containern zu.

Darüber hinaus bieten HCI-Lösungen wie VMware vSAN zusätzliche Funktionen wie Deduplizierung, Datenkomprimierung für den Transport über das Netzwerk oder WAN-Optimierung. Zudem lassen sie sich in ein Desaster-Recovery-Konzept einbetten, das mehrere Rechenzentren umfasst.

VMware vSAN schafft agile Infrastruktur

VMware vSAN bildet den Kernbaustein eines Software Defined Data Centers (SDDC), das die aktuellen Anforderungen erfüllt und auch die Grundlage für die digitale Zukunft bildet. Firmen können über die HCI-Plattform Ressourcen (Server, Storage, Netzwerk) bei Bedarf einfach hinzufügen und so flexibel und agil auf neue geschäftliche Anforderungen reagieren.

Weil vSAN Direct Attached Storage-Geräte in vSphere-Clustern zusammenfasst, entsteht ein verteilter, gemeinsam genutzter Datastore. Kunden profitieren dadurch von einer optimalen Ressourcen-Auslastung für alle Workloads. vSAN bietet zudem richtlinienbasiertes Storage-Management für umfassende Kontrolle auf Anwendungsebene, bereits getätigte Storage-Investitionen werden durch Virtual Volumes (vVols) geschützt.

Weitere Vorteile von VMware vSAN sind ein einheitliches Infrastruktur-Management für lokale (On-Premise) oder Cloud-Umgebungen sowie ein reibungsloser Betrieb mit nahtlos integriertem SDDC-Stack in Private und Public Clouds. Da vSAN Hardware- und Cloud-unabhängig ist, können Kunden ihre aktuelle Infrastruktur nutzen oder ihren bevorzugten Anbieter auswählen. Hinzu kommt hohe Sicherheit durch eine FIPS 140-2-validierte, softwarenative Verschlüsselung für ruhende Daten und die nahtlose Integration in die auf Sicherheit fokussierte Virtualisierungs-Lösung VMware vSphere Platinum Edition.

Vielfältige Einsatzgebiete

HCI-Lösungen eignen sich grundsätzlich für eine große Bandbreite an Anwendungsbereichen, beispielsweise Virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI), Edge Computing, Desaster Recovery, Anwendungsentwicklung mit DevOps oder Container. Aktuell kommen sie verstärkt beim Einstieg in eine Hybrid Cloud/Multi Cloud zum Einsatz.

Einen Ansatz dafür bietet etwa die sofort einsatzbereiten Appliance Dell EMC VxRail™, die sowohl traditionelle als auch Cloud-native Workloads unterstützt. Die benötigten Virtualisierungs-Funktionen stellt VMware vSAN bereit. Diese HCI-Appliance-Architektur lässt sich mit VMware Cloud Foundation™ für eine vollständige Integration in den SDDC-Stack ausbauen oder mit den größten Public Cloud- Anbietern (AWS, IBM und Microsoft) auf eine Multi Cloud erweitern. Eine weitere Bereitstellungsoption für VMware VSAN ist der Aufbau einer HCI-Infrastruktur mit vSAN ReadyNodes, die sich modular ausbauen lässt.

Reduzierte Gesamtkosten

Unabhängig von der Art der Bereitstellung bietet eine HCI-Lösung auf Basis von VMware vSAN eine Reihe von Vorteilen: Neben flexibler Skalierbarkeit, hoher Verfügbarkeit und Sicherheit sind vor allem eine einfachere Verwaltung und reduzierte Gesamtkosten zu nennen. Da HCI alle erforderlichen IT-Ressourcen konsolidiert, fallen die herkömmlichen IT-Silos weg. Administratoren können sämtliche Ressourcen (Server, Storage, Netzwerk) und die darunterliegende Hardware in der Verwaltungskonsole auf einen Blick sehen und steuern. Dank Automatisierung lassen sich viele Aufgaben schnell und auf Basis vorhandener Richtlinien erledigen.

HCI mit VMware vSAN reduziert zudem die Investitionskosten, weil Firmen keine zusätzlichen Komponenten wie Speicher-Systeme oder SAN Switche mehr benötigen; auch die Administrations-, Betriebs- und Lizenzkosten sinken. Teure Spezialhardware entfällt, da auch vorhandene Software und x86-Server als Basis dienen können. Unternehmen profitieren also in vielfältiger Weise.

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