"Wie denkt man jemandem etwas vor?"

27.05.2004
Von Magdalena Schupelius
Wissens-Management ist in aller Munde, dennoch bleibt oft unklar, was damit eigentlich gemeint ist. Vom "Gold in den Köpfen" war die Rede, das herausgeholt werden müsse, dann wieder nur von Informationen, die man ordnen und speichern wolle. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte.

"Der Kaiser hat ja gar nichts an!" rief das Kind in Hans Christian Andersens Märchen und enttarnte das als Luftblase, was von den Klugen und Adligen des Landes vorher als Konsens akzeptiert worden war. Auf diesen Ruf haben auch in der Diskussion um Wissens-Management viele gewartet. Bei einer aktuellen Studie der Fachhochschule Mainz unter deutschen Führungskräften meinte knapp die Hälfte der Befragten, Wissens-Management sei lediglich ein Trend, der noch nicht zu vielen konkreten Ergebnissen geführt habe. Und noch immer herrscht in vielen Unternehmen Uneinigkeit darüber, was von dieser Disziplin eigentlich verlangt werden soll.

Wenn das Wissen und Können der Mitarbeiter in deren Köpfen existiert, werden die Umsatzzahlen der Unternehmen nach unten gehen. (Foto: Photodisc)

Reine IT-Projekte sind gescheitert

"Wer Wissens-Management einführt, verändert die Unternehmenskultur", sagt Peter Schütt, Leader Knowledge Management bei IBM, "es geht nicht darum, Wissen zu speichern, sondern die Produktivität der Mitarbeiter zu erhöhen."

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