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Westdeutschland: Teuerster Standort weltweit

13.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) müssen westdeutsche Industrie-Unternehmen weltweit die höchsten Arbeitskosten zahlen. Das Institut berechnete hier einen durchschnittlichen Kostennachteil gegenüber allen anderen Ländern von etwa 44 Prozent. Im internationalen Vergleich liegt die westdeutsche Arbeiterstunde mit vier Mark vor den Schweizern und Norwegern, mit fast 15 Mark vor den US-Amerikanern und Japanern, während die Ostdeutschen sich in der gleichen Riege mit Großbritannien und Italien befinden. Innerhalb Deutschlands kostete 1998 die Arbeitsstunde im Westen mit 47,96 Mark 2,3 Prozent mehr als noch 1997. Die ostdeutsche Arbeitsstunde kostete 30,30 Mark. Sie wuchs mit 3,2 Prozent erstmals langsamer als zwischen 1992 und 1996, als die jährliche Steigerungsrate etwa neun Prozent betrug. Der momentane Unterschied von knapp 18 Mark zwischen westdeutschen und ostdeutschen Arbeiterstunden ist vor allem in den niedrigeren Sozialleistungen wie Weihnachtsgeld und betriebliche Altersversorgung begründet. So betragen im Westen die Personalzusatzkosten zirka 21,58 Mark, im Osten lediglich 12,14 Mark. Die Studie "Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich" von Christoph Schröder kann beim IW telefonisch unter 0221-4981-773 angefordert werden.