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Werden Viren zur Gefahr für Autos?

09.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Elektronische Schädlinge werden zunehmend außerhalb des klassischen PC-Umfelds zur Gefahr. Ziel von Attacken sind künftig neben Handys und allen möglichen mobilen Kleingeräten unter anderem auch Kraftfahrzeuge, warnt Stuart McIrvine, Leiter von IBMs Security Strategy. Angesichts der Tatsache, dass neue PKWs dem Experten zufolge mit durchschnittlich 20 Chips ausgestattet sind und etwa 60 MB Software enthalten, steige die Gefahr von Fehlfunktionen, drahtlosen Angriffen und sonstigen Sicherheitsrisiken.

Hintergrund der Aussagen ist eine Untersuchung der IBM Security Intelligence Services, der zufolge das Sicherheitsrisiko im IT-Umfeld generell zunimmt. So wurden allein im letzten Jahr über 28.000 neue Viren registriert (2002: rund 4500). Von cirka 147 Milliarden von IBM im Kundenauftrag gescannten E-Mails waren sechs Prozent infiziert. Im Jahr 2002 lag dieser Wert noch bei 0,5 Prozent.

Drastisch zugenommen hat auch das Spam-Aufkommen. Den Experten zufolge bestanden 75 Prozent aller weltweit zirkulierenden elektronischen Nachrichten aus unerwünschtem Werbematerial. Zu Spitzenzeiten seien sogar 95 Prozent des Mailverkehrs Spam gewesen.

Die am schnellsten wachsende Gefahr sei jedoch Phishing gewesen. E-Mails mit dem Ziel, Anwender auf betrügerische Seiten zu locken, um Kundendaten und Login-Informationen zu entwenden, hätten um 5000 Prozent zugenommen. Laut IBM hat es etwa 18 Millionen Phishing-Versuche gegeben.

Der Report "Security Threats and Attack Trends" stützt sich auf Antworten von großen Geschäftskunden, Sicherheitsstatistiken der US-Regierung sowie Beobachtungen von mehr als 2000 IBM-Sicherheitsberatern. (ave)