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Wem gehört RDF?

04.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kanadische Firma UFIL Unified Data Technologies Ltd. behauptet, sie besitze ein wichtiges Patent, das unter anderem durch den vom W3C verwalteten XML-basierten Metadaten-Standard RDF (Resource Description Framework) verletzt werde. Konkret geht es um das bereits im November 1997 erteilte US-Patent Nr. 5.684.985 "Method and apparatus utilizing bond identifiers executed upon accessing of an endo-dynamic information node (EDIN".

Seit 1999 lässt UFIL seine Ansprüche von Pearl (Patent Enforcement and Royalties) Ltd. aus Toronto vertreten. Nach Angaben auf deren Website sollen insgesamt 44 Softwareanbieter betroffen sein. Ebenfalls tangiert ist möglicherweise der ursprünglich von Netscape RDF-Ableger RDF Site Summary (RSS). In dieser Woche meldete sich auf der W3C-Site nun ein betroffener Entwickler, der von einer Anwaltskanzlei bezüglich des UFIL-Patents angegangen wurde. Das W3C selbst wurde nach Aussagen von Sprecher Daniel Weitzner bislang in der Angelegenheit noch nicht kontaktiert. Um Patentstreitigkeiten grundsätzlich zu vermeiden, werkelt die Organisation seit einiger Zeit an Vorschlägen zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Technik in offenen Standards (Computerwoche online berichtete). (tc)