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Webmethods´ OMI verknüpft EAI und System-Management

20.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - EAI-Spezialist (Enterprise Application Integration) Webmethods hat gestern sein neues Framework "OMI" (Open Management Interface) vorgestellt. Die Spezifikation hat Webmethods gemeinsam mit Hewlett-Packard entwickelt; Computer Associates (CA), BMC Software und Tivoli unterstützen sie ebenfalls.

OMI bietet System-Management-Anwendungen eine direkte Verbindung zum Integrations-Server von Webmethods, der wiederum aus den überwachten Systemen Informationen extrahieren kann. Scott Opitz, Vice President Strategic Planning, erklärte, System-Management habe bisher mit einzelnen Systemen oder Netzen gut funktioniert, aber nie ermitteln können, was insgesamt mit dem Geschäft los sei - diese Information stecke nämlich in der Integrationsschicht. "Hier sitzen die Geschäftsprozesse, und an die kam man bislang nicht heran. Durch die Kombination von Systems Management und Integration können Unternehmen Geschäftsprozesse und darunter liegende Systeme überwachen, analysieren und verstehen", verspricht der Webmethods-Mann. Wenn ein Prozess nicht funktioniere, lasse sich beispielsweise rasch ermitteln, ob das Problem in einem der beteiligten Systeme oder dem Prozess liege. Gleichzeitig könnten Anwender mittels der Integrationssoftware vorab ermitteln, welche

Prozesse durch den Ausfall bestimmter Systeme betroffen seien.

Als Kunden nehmen Webmethods und seine Partner zunächst nur die 2000 größten Unternehmen weltweit ins Visier. Vertikal eigne sich das OMI-"Backbone" vor allem für die Branchen Telekommunikation, Fertigungsindustrie sowie Finanzdienstleister, so Opitz. Webmethods kündigte außerdem das Zusatz-Tool "Global Business Visibility Workbench" an. Dieses soll die Datensammlungs-Fähigkeiten von OMI stärker im Bereich Management-Informationssysteme nutzen und verzichtet dafür auf allerlei Programmier- und sonstige IT-Komplexitäten.