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Web.de verdoppelt Fehlbetrag

30.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Web.de AG wies im zweiten Quartal 2001 einen Fehlbetrag von 9,981 Millionen Euro oder 26 Cent pro Aktie aus. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Defizit noch bei 4,679 Millionen Euro oder 12 Cent je Anteilsschein. Gleichzeitig sank der Umsatz von 4,403 Millionen Euro auf 4,338 Millionen Euro. Lediglich in Relation zu den Einnahmen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres (3,331 Millionen Euro) konnten die Betreiber des gleichnamigen Internet-Portals um knapp eine Million Euro zulegen.

Der Halbjahresfehlbetrag liegt bei fast 19 Millionen Euro und damit rund 6,6 Millionen Euro über dem Nettoverlust der ersten Jahreshälfte des Vorjahres (12,352 Millionen Euro).

Das Karlsruher Unternehmen begründet die Verluste mit hohen Investitionen für die Neukundengewinnung. Diese Kosten lagen nach Firmenangaben in den ersten sechs Monaten 2001 bei rund 16 Millionen Euro. Allerdings sei es laut Web.de gelungen, die Kosten für die Kundenakquise im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2000 von 10,4 Euro auf 6,15 Euro pro Kopf zu senken. Insgesamt meldet der Portalbetreiber für den 30. Juni 5,6 Millionen registrierte Anwender, die liquiden Mittel belaufen sich auf 140,5 Millionen Euro. Für das dritte und vierte Quartal erwartet das Unternehmen weitere Umsatzerhöhungen, der Break-even soll bis zum Ende des Geschäftjahres 2002 erzielt werden.