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Web 2.0: "Die Menschen quatschen und quatschen und hören nicht mehr auf"

26.07.2007

Talente gibt es aber laut Weinberger in allen möglichen Abstufungen und Formen. Ob sie einen großen Kreis an Interessenten finden, ist für ihn nicht entscheidend. Im Web könne man den Größten der Welt zuhören, gleichzeitig aber auch Exoten mit vielleicht unperfekter Technik finden, "die uns aber berühren oder weiterbringen".

Und Möglichkeiten, um diese Dinge zu finden, gibt es laut Weinberger im Web genug. Die Pförtnerfunktion, die traditionelle Medien aufgrund des knappen Platzes haben müssten, brauche es nicht. Auch bedürfe es keiner Taxonomien. "Wir verlassen uns auf die Angaben von Experten, die Inhalte und Angebote klassifizieren, auf nach Relevanz sortierte Suchergebnisse (Google) und auf Empfehlungen von vertrauenswürdigen Menschen.

Weinberger beharrt darauf, dass Web 2.0 auch Intellektuellen weiterhelfe. "Es mag Talente geben, die für sich allein aufblühen, doch viele Typen von Talenten entwickeln sich erst in der Kommunikation mit anderen. Das gilt vor allem für die Entwicklung neuer Ideen. Wissen ist kein Spiel für einen Einzelnen. Wissen entsteht durch kollaborative Prozesse", so der Autor.