Was die DB2 Warehouse Edition leistet

21.08.2007
Von Stefan  Ueberhorst
Wer IBMs DB2 im Haus hat und mit Business Intelligence liebäugelt, sollte sich mit der Warehouse Edition der Plattform beschäftigen. Sie umfasst ETL- und Olap-Tools sowie eine Entwicklungsumgebung.

Der Begriff Business Intelligence (BI) ist wie so viele andere in diesem Umfeld nicht eindeutig. Man versteht darunter den gesamten Data-Warehouse-Zyklus, da die Berichte, Analysen und Planungsanwendungen ohne eine ordentliche Informationsaufbereitung nicht existieren können. Laut Ursula Flade-Ruf, Geschäftsführerin der mip Management Informationspartner GmbH in München, besteht deshalb ein professionelles BI-Werkzeug aus ETL-Komponenten (Extraction, Transformation, Loading), Datenhaltung, Datenbank-Designwerkzeugen sowie Mitteln und Methoden, um die Informationen anwendungsgerecht aufzubereiten. Gegebenenfalls enthält es darüber hinaus entsprechende Frontends, um die Auswertungen zu gestalten.

Die DB2 Data Warehouse Edition verfügt über eine komponentenbasierende Architektur.
Die DB2 Data Warehouse Edition verfügt über eine komponentenbasierende Architektur.

Die IBM DB2 Warehouse Edition (DWE) umfasst im Kern die Datenbank DB2 UDB mit Erweiterungen für das SQL-Warehousing-Tool (ETL), Cube Views (Olap) und Data Mining, ein integriertes Design Studio mit Datenmodellierungskomponente sowie eine Administrations-Konsole.

DWE-Komponenten in Eclipse

Sämtliche Definitionen für die DWE-Komponenten werden grafisch in der Eclipse-Entwicklungsumgebung (Design Studio) erstellt. Von der relationalen Datenmodellierung über die Verknüpfung und Transformation von Datenbeständen, die Definition von multidimensionalen Olap-Strukturen bis zu den Mining-Prozessen erfolgt alles im Design Studio.

BI-Projekte müssen jedoch nicht nur erstellt, sondern auch verwaltet werden. Auch diese Aufgabe wird mit dem Design Studio wahrgenommen, da alle zu einem Projekt gehörenden Vorgänge hier dokumentiert und zusammengefasst werden. Als sehr hilfreich bezeichnet Flade-Ruf dabei auch die Teaming-Komponente, die es erlaubt, Entwicklungen und Definitionen als Team vorzunehmen. Anschließend werden diese Warehouse-Projekte an die Web-basierende Administrationskonsole übergeben, wo die Automatisierung und das Monitoring der definierten Prozesse erfolgen. Die Administrationskonsole ist jedoch nur für die Steuerung der Prozesse verantwortlich, der Ablauf erfolgt direkt in DB2.

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