Backup & Datenschutz

Wartungsplan: So bleibt Ihr Windows in Form

23.03.2019
Von 
Schwerpunkte? Keine - er interessiert sich vielmehr für (fast) alles, was mit IT, PC, Smartphone und Elektronik zu tun hat. Dabei geht es aber meist nicht um die Technik nur um der Technik willen, vielmehr stehen Nutzen und sinnvolle Anwendung im Vordergrund.

Mehr Sicherheit für Betriebssystem und PC

Mit dem Herbst-Update 2018 wurde das Sicherheitscenter wieder einmal umorganisiert.
Mit dem Herbst-Update 2018 wurde das Sicherheitscenter wieder einmal umorganisiert.

In Sachen Sicherheit hat sich Microsoft in den vergangenen Jahren durchaus ins Zeug gelegt und die Schadecodeabwehr mit jeder Version von Windows 10 weiter verbessert. Nach außen hin zeigt sich der Schutz in dem kleinen Symbol rechts unten in der Taskleiste. Sind alle Sicherheitseinstellungen und Schutzmaßnahmen in Ordnung und aktiviert, sehen Sie den grünen Kontrollhaken. Stimmt etwas nicht, erscheint je nach Schwere der Lücke ein orangefarbenes ("Maßnahmen empfohlen") oder rotes Warndreieck ("Maßnahmen erforderlich"). Eine Warnung signalisiert immer Handlungsbedarf, etwa wenn der Virenschutz nicht mehr aktuell ist oder das System längere Zeit nicht gescannt wurde.

Wenn Sie mit der Maus darauf klicken, gelangen Sie zu den umfassenden Sicherheitseinstellungen, die seit dem Herbst-Update 2018 (Version 1809) schlicht "Windows Sicherheit" heißen. Darin lassen sich die Windows-eigenen Schutzkomponenten wie auch Schutzprogramme anderer Anbieter einschalten und konfigurieren. Empfehlenswert ist außerdem die kostenlose Avira Free Security Suite gepackt. Oft vernachlässigt, jedoch ebenfalls wichtig für die Sicherheit ist aktuelle Firmware der Hauptplatine - nicht zuletzt wegen der vor gut einem Jahr aufgedeckten Sicherheitslücken Spectre und Meltdown. Es gibt keinen Grund, vor dem Bios-/Uefi-Update zurückzuschrecken, meist lässt sich die Aktualisierung per Mausklick ausführen. Wichtig ist insbesondere noch vor dem Start, Ihr Board korrekt zu identifizieren und die dazu passende neue Firmware-Version zu finden. Beides zeigen die Tools Hwinfo 64 und Speccy jeweils in der Rubrik "Motherboard"; unser Online-Ratgeber erläutert alle Details zu den Firmware-Updates. Jenseits dessen legen wir Ihnen für die aktuelle 1809-Version von Windows 10 das Microcode-Update ans Herz, das die CPU-Lücken vieler Intel-Prozessoren gegen Schadcode schützt. Beachten Sie dabei die unterschiedlichen Varianten für das 32- und 64-Bit-Betriebssystem.

Pflege und Wartung für die Hardware

Beim Blick auf die Windows- und Softwarekonfiguration sowie die Sicherheit von System und Daten bleibt die Hardware zunächst unberücksichtigt. Nun lassen sich viele Peripheriegeräte und PC-Komponenten einfach austauschen, bestimmte Teile können dennoch für Ärger sorgen. Weil ein auch nur geringfügig defekter Hauptspeicher zu sporadischen Abstürzen führen kann, prüfen Sie die RAM-Bausteine regelmäßig über die vorinstallierte Funktion „Windows-Speicherdiagnose“, indem Sie in der App auf „Jetzt neu starten und nach Problemen suchen (empfohlen)“ klicken.

Batteryinfoview gibt Auskunft über Zustand, Kapazität und erwartete Lebensdauer des Akkus.
Batteryinfoview gibt Auskunft über Zustand, Kapazität und erwartete Lebensdauer des Akkus.

Schlimmer ist der Ausfall der Festplatte, denn hier geht es weniger um den Ersatz der Hardware als vielmehr um die gespeicherten Daten. Empfehlenswert über das regelmäßige Backup hinaus ist es deshalb, den Zustand der Datenträger zu kontrollieren: mit Crystaldiskinfo für Magnetfestplatten und SSD Life für SSD-Speicher. Ebenfalls nützlich ist Batteryinfoview, um den Zustand des Notebookakkus zu prüfen.

Gegen unnötige Erwärmung und Erhitzung hilft schließlich, alle paar Monate das Geräteinnere vom Staub zu befreien, vor allem die Lüfter samt Kühlkörpern. Dazu öffnen Sie beim Desktop- PC eine Seitenwand durch Lösen von meist ein oder zwei Schrauben, beim Notebook halten Sie den Staubsauger (mit deutlich reduzierter Leistung) vor die Lüftungsschlitze. Stürzt der Rechner permanent wegen Überhitzung ab, kontrollieren Sie die Einstellungen im Bios/Uefi. Weil das Bios/Uefi sich von PC zu PC unterscheiden, schauen Sie bitte im Board- beziehungsweise Rechnerhandbuch nach.

(PC-Welt)