Kreditvereinbarungen nicht mehr erfüllt:

Warner: Neuverträge für Ex-Atari-Bosse

31.08.1984

NEW YORK (CW) - Der Unterhaltungskonzern Warner Communications Inc. verhandelt derzeit über neue Konditionen für die Verträge von rund 60 leitenden Angestellten der an Jack Tramiel verkauften Atari Inc. Dies berichten gewöhnlich gut informierte Kreise.

Die Gespräche finden offenbar vor dem Hintergrund einer von Warner geforderten Umschulung eines Revolving-Kredites statt. Der Konzern konnte die Kreditvereinbarungen nicht mehr erfüllen, nachdem er im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust von 475,5 Millionen Dollar verbuchen mußte. Zu den neu auszuhandelnden Verträgen von Managern der ehemaligen Tochter Atari gehört der des entlassenen Chief Executive Officer, James Morgan. Er steht neben anderen Managern nach dem Verkauf des Spiele-Matadors noch auf den Warner-Gehaltslisten. Außerdem versuche Warner neue Verträge für mehr als 100 Ex-Atari-Ingenieure auszuhandeln.

Morgan, so verlautet es, soll Anfang September mit Steven J. Ross, Chairman von Warner, zusammentreffen, um die Vertragsmodalitäten zu erörtern. Angeblich soll Warner bereit sein, Morgan die eventuelle Differenz zwischen seinem letzten und dem neuen Gehalt eines anderen Arbeitgebers zu zahlen. Beobachter halten dies aufgrund der angespannten Finanzlage des Unternehmens jedoch für unwahrscheinlich.