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W3C veröffentlicht Richtlinien für behindertengerechte Web-Software

18.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Web-Konsortium W3C hat eine formale Empfehlung für Richtlinien ausgesprochen, nach denen Browser und Multimedia-Player behindertengerecht zu gestalten sind. Damit seien die "User Agent Accessibility Guidelines 1.0" (UAAG) so gut wie standardisiert, sagte Judy Brewer, Director des Web-Accessibility-Gremiums beim W3C. Die Richtlinien sollen sicherstellen, dass Menschen ungeachtet einer Körperbehinderung auf Informationen aus dem Internet zugreifen können. Vorgesehen sind unter anderem standardisierte Schnittstellen, über die sich die Software mit speziellen Tastaturen oder anderen Eingabemedien ansteuern lässt. Die Ausgabe von Texten soll zum Beispiel an Braille-Geräte oder Sprachsoftware geleitet werden können.

Die UAAG 1.0 sind nach den Accessibility Guidelines für Web Content und Authoring Tools die dritten Richtlinien, die Standards für ein behindertengerechtes Internet vorsehen. Sie werden unter anderem von Hewlett-Packard, IBM, Microsoft, Sun und dem amerikanischen National Institute of Standards and Technology unterstützt. (lex)