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W3C ändert Haltung zu Patenten in Web-Standards

27.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Aufgrund massiver Proteste hat das Web-Konsortium (W3C) seine Vorschläge zur Einbindung von Patenten in Standards angepasst. Ende Januar 2002 hatte sich die Organisation dafür ausgesprochen, auch lizenzpflichtige Technologien in offene Standards zu integrieren. Patentinhaber sollten Gebühren über so genannte RAND-Lizenzen (Reasonable and Nondiscriminatory) erheben dürfen (Computerwoche online berichtete).

Seitdem gingen mehrere tausend E-Mails beim W3C ein, in denen Mitglieder des Konsortiums und Anhänger der Open-Source-Gemeinde die Unterstützung kostenloser Spezifikationen fordern. Den Gremiumsvorständen zufolge zeigten sich vor allem Programmierer quelloffener Software besorgt, ihre Anwendungen nicht mehr kostenlos entwickeln und anbieten zu können. In einem neuen Entwurf der Richtlinien legt das Gremium nun mehr Gewicht auf die Integration lizenzfreier Technologien. Dennoch müsse man weiter darüber nachdenken, wie man in Zukunft Entwicklungen realisieren könne, die lizenzfrei zu haben sind. (lex)