Volkswagen Digital Reality Hub

VW setzt auf VR

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Um die marken- und standortübergreifende Zusammenarbeit zu fördern, hat der Volkswagen Konzern eine Virtual-Reality-Plattform ins Leben gerufen. Der „Volkswagen Digital Reality Hub“, vereint firmenweit alle existierenden VR-Anwendungen, Teilnehmer und Tools rund um Produktion & Logistik.

Auf der gemeinsam mit dem Münchner VR-Start-up Innoactive entwickelten Plattform ,Volkswagen Digital Reality Hub´, die jetzt erstmalig auf der VR- und AR-Fachmesse Digility in Köln vorgestellt wurde, werden die Anwendungen dem gesamten Konzern zugänglich gemacht. Als technisches VR-Endgerät kommt die HTC VIVE Business Edition zum Einsatz, eine speziell für Unternehmenszwecke weiterentwickelte VR-Brille.

Volkswagen-Mitarbeiter nutzen die VR-Technik, um sich mit Kollegen in einer Logistikhalle in Tschechien zu Verbesserungen beim Kommissionieren auszutauschen.
Volkswagen-Mitarbeiter nutzen die VR-Technik, um sich mit Kollegen in einer Logistikhalle in Tschechien zu Verbesserungen beim Kommissionieren auszutauschen.
Foto: Volkswagen

"Virtual Reality schafft die idealen Voraussetzungen für eine marken- und standort-übergreifende Zusammenarbeit", erklärt Jasmin Müller aus der Audi-Markenlogistik. Gemeinsam mit Konzernkollegen entwirft sie im markenübergreifenden Team Digital Realities VR-Lösungen für Produktion und Logistik. So haben sie bereits Logistik-Trainings in Virtual Reality entwickelt, die virtuelle Umgebung für Workshops geschaffen oder Best-Practice-Beispiele in VR ausgetauscht.

"Der gegenseitige Wissenstransfer ist ebenso wichtig wie die Bündelung dieses Wissens. Über die zentrale Plattform können alle Mitarbeiter auf bereits vorhandene VR-Elemente sowie vorhandenes Wissen zugreifen. Damit ermöglichen wir es den einzelnen Bereichen, schnell neue Use Cases umzusetzen und sich gemeinsam in VR-Anwendungen zu bewegen, um neue Abläufe interaktiv zu planen", erklärt Dennis Abmeier aus der Konzern IT und ebenfalls Mitglied vom Team Digital Realities.

Aus Sicht der Volkswagen Gruppe, zu der die Marken Audi, SEAT, ŠKODA und Volkswagen gehören, ist der Rollout der VR-Technologie ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine digitale, vernetzte und effiziente Produktion der Zukunft. "Wir können künftig virtuell an Workshops anderer Standorte teilnehmen oder uns bei einer Optimierung virtuell Unterstützung von Experten einer anderen Marke einholen", so Mathias Synowski, VR-Anwender aus der Konzernlogistik. "Das wird unser tägliches Zusammenarbeiten deutlich vereinfachen und viel Zeit sparen."