Vorwürfe gegen Betreiber von D1 und D2

16.10.1998

MÜNCHEN (CW) - Die Mobilfunknetze D1 und D2 sind wegen ihrer Dominanz im deutschen Markt ins Visier der Bonner Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation geraten. Die Behörde prüft, ob die Telekom-Tochter T-Mobil (D1) und die Mannesmann Mobilfunk GmbH (D2) eine marktbeherrschende Stellung einnehmen.

Die Telefongesellschaften Talkline und Debitel haben T-Mobil und Mannesmann vorgeworfen, sich durch gegenseitige Rücksichtnahme eine marktbeherrschende Stellung verschafft zu haben und kleineren Anbietern keine Spielräume mehr zu lassen. Deshalb müsse der Regulierer für mehr Wettbewerb sorgen. Debitel und Talkline selbst betreiben keine Funknetze, sondern verkaufen als Service-Provider Zugangskarten und Gesprächszeiten der nationalen Betreiber.

Die Regulierungsbehörde prüft nun, ob die Vorwürfe stimmen. In einem solchen Fall könnten nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" beide Firmen ihre Tarife nicht mehr frei bestimmen, sondern müßten sich jede Änderung zuvor vom Regulierer genehmigen lassen. Einer solchen Einschränkung unterliegt in Deutschland bisher nur die Deutsche Telekom mit ihrem Festnetz.