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Vorsteuergewinn von Fujitsu-Siemens fällt höher als erwartet aus

07.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Fujitsu-Siemens Computers (FSC) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 (Ende: 31.März) erstmals seit der Gründung im Oktober 1999 einen Vorsteuergewinn (Ebt) ausgewiesen. Das Joint-Venture des japanischen Fujitsu-Konzerns und der Siemens AG erzielte ein Plus von 29 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr 71 Millionen Euro Minus geschrieben worden waren. Auf der CeBIT hatte Konzernchef Adrian von Hammerstein noch einen Ebt-Profit von zehn Millionen Euro angekündigt (Computerwoche online berichtete).

Der deutlich höhere Gewinn wurde unter anderem durch das unerwartet starke März-Geschäft und eine einmalige Plus-Buchung von elf Millionen Euro hervorgerufen, die durch eine Änderung der niederländischen Bilanzierungsregeln erforderlich war. In den Niederlanden liegt der Geschäftssitz von Fujitsu-Siemens. Weniger erfreulich war dagegen, dass der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des rückläufigen PC-Marktes um acht Prozent von 5,9 Milliarden auf 5,4 Milliarden Euro sank. Der Konzern konnte jedoch nach eigenen Angaben seine Position im hart umkämpften PC-Markt stabilisieren und im Notebook-Segment zulegen. In Westeuropa lag der Zuwachs im Geschäft mit mobilen PCs im ersten Quartal 2002 mit 22,5 Prozent deutlich über dem Marktwachstum von 13 Prozent.

Der Anteil der Produkte und Services für Unternehmenskunden am Gesamtumsatz ist laut FSC im vergangenen Geschäftsjahr von 25 auf 29 Prozent gestiegen, im laufenden Geschäftsjahr rechnet Konzernchef Hammerstein sogar mit einem Beitrag von 33 Prozent. Das niedermargige PC-Massengeschäft soll dagegen an Bedeutung verlieren und 2002/2003 auf unter 50 Prozent sinken, nachdem der Konzern den Umsatzanteil im vergangenen Jahr bereits von 60 auf 56 Prozent reduziert hat. Für das Segment der Notebooks und mobilen Geräten ist ein Umsatzanteil von 16 Prozent das Ziel.

Insgesamt rechnet von Hammerstein im laufenden Geschäftsjahr mit einem Wachstum von fünf Prozent - vorausgesetzt, die Konjunktur erholt sich bis Jahresende. Der Konzernchef setzt dabei auch auf positive Effekte durch die Fusion von HP und Compaq und hofft, dem Duo weitere Marktanteile abnehmen zu können. Außerdem will FSC 2002/2003 auch nach Steuern ein positives Ergebnis ausweisen, nachdem aktuell noch ein Minus im einstelligen Millionenbereich erwartet wird. (mb)