Ein Beispiel für Java-Anwendungen

Vorschau: Lotus E-Suite

20.02.1998

Die Herausforderung einer Java-Suite liegt darin, Anwender, die sich an ihre Windows-Pakete gewöhnt haben, in diese neue Welt zu locken. Dafür wurde die Software mit Textverarbeitung, Adreßbüchern und E-Mail ebenso ausgestattet wie mit einem Terminal-Emulator für IBMs Mainframe- und AS/400-Systeme.

Von einer Java-Anwendung sollte man erwarten, daß sie auf beliebigen Plattformen läuft. In diesem Fall wurde die E-Suite auf einem PC mit Windows 95 und Windows NT getestet. Mehr Betriebssysteme werden derzeit nicht unterstützt. Die von Lotus empfohlenen 32 MB Hauptspeicher sollte man auf mindestens 64 MB aufstocken.

Was die Textverarbeitung betrifft, so ist sie eher rudimentär ausgestattet. Die Funktionen reichen kaum über Ausschneiden und Einfügen sowie über die Formatierung von Text hinaus. Auch der Browser ist nur mit den Basisfunktionen ausgestattet. Um in das Adreßbuch vorhandene Namen zu übernehmen, müssen diese einzeln einkopiert werden. Außerdem ist es bislang kaum möglich, Dateiformate anderer Produkte einzulesen.

Trotz fehlender Funktionen im Detail besteht die Software aus immerhin rund 6000 Dateien. Dabei handelt es sich um Java-Klassen und -Bibliotheken, deren Umfang mit weiteren Features noch anwachsen dürfte. Ein abschließendes Urteil über das Produkt verbietet sich allerdings zu diesem frühen Zeitpunkt.