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Vonage verliert gegen Verizon und muss zahlen

09.03.2007
Die US-amerikanische VoIP-Firma Vonage Holdings hat eine wichtige Patentklage gegen Verizon Communications verloren.

Ein US-amerikanisches Bundesgericht in Virginia hat entschieden, Vonage verstoße gegen drei von fünf Patenten, wegen derer Verizon die Firma vor den Kadi gezerrt hat. Vonage muss zum einen 58 Millionen Dollar Strafe und außerdem zukünftig 5,5 Prozent aller Einnahmen an Verizon zahlen. Außerdem sind noch weitere Patentklagen gegen Vonage anhängig, darunter eine von Sprint Nextel. Der Internet-Telefonie-Dienstleister will gegen die Verizon-Entscheidung Berufung einlegen.

An der New York Stock Exchange verlor die Vonage-Aktie gestern 19 Cent oder knapp vier Prozent auf 4,86 Dollar. Seit dem Börsengang im Mai hat das Papier mehr als 70 Prozent an Wert verloren. Vonage bedient gegenwärtig rund 2,2 Millionen Kunden mit günstigen Internet-Telefonaten. Die in Holmdel, New Jersey, ansässige Firma gerät zunehmend unter Druck durch Kabelfirmen wie Time Warner Cable oder Comcast, die eigene digitale Telefondienste einführen. Im vergangenen Jahr setzte Vonage 607,4 Millionen Dollar um und machte unterm Strich 286 Millionen Dollar Verlust. (tc)