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Vodafone ist weiter auf Expansionskurs

28.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vodafone ist es im dritten Geschäftsquartal 2003 (Ende: 31. Dezember) gelungen, mehr Kunden als erwartet zu werben: Nach eigenen Angaben steigerte der weltgrößte Mobilfunkkonzern seine Nutzerzahl um 4,7 Prozent auf 112,5 Millionen. Dabei wuchs die Zahl der eigenen Abonnenten um vier Millionen, 900.000 weitere Kunden fielen dem britischen Unternehmen mit der Erhöhung seiner Anteile an Beteiligungen zu. In Deutschland konnte Vodafone D2 seinen Kundenstamm um 922.000 auf 22,7 Millionen erhöhen, dies entspricht den höchsten Zuwachs seit März 2001. Die Anteil der D2-Vertragskunden legte im Vergleich zum Vorjahr von 41 auf 46 Prozent zu.

Der Mobilfunkanbieter gab im aktuellen Berichtszeitraum erstmalig den Anteil der Datendienste an den Serviceeinnahmen bekannt. Den Angaben zufolge stieg der Beitrag im abgelaufenen Dreimonatszeitraum gegenüber dem Vorjahreszeitraum weltweit von 12,7 auf 16 Prozent. In Deutschland wuchs der Anteil sogar von 14,6 auf 19,2 Prozent. Der Anstieg ist jedoch primär auf die Beliebtheit von Kurzmitteilungen (SMS) zurückzuführen, während die neuen Multimediamitteilungen (MMS) noch keine Rolle spielten. Immerhin konnte der Ende Oktober in Europa gestartete mobile Multimediadienst "Vodafone life" jedoch bereits 380.000 Kunden anziehen, hierzulande zählt der Anbieter bereits mehr als 150.000 Nutzer.

Beim durchschnittlichen Umsatz pro Kunde (ARPU) - einer wichtigen Kennziffer für die Carrier - verbuchte Vodafone in allen europäischen Schlüsselländern einen Zuwachs. In Deutschland stieg der Wert im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahresquartal von 24,70 Euro auf 26,10 Euro an, im vorangegangenen zweiten Quartal hatten die Kunden jedoch im Schnitt noch 27,50 Euro pro Monat ausgegeben. (mb)