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Vodafone erwartet Verzögerungen bei GPRS und UMTS

23.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Einschätzung von Vodafone-Chef Chris Gent wird sich der Start der neuen Mobilfunknetze GPRS (General Packet Radio Service) und UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) um einige Monate verzögern. Der Grund: Die Handy-Hersteller kommen mit der Produktion nicht nach. Bislang seien noch kaum GPRS-fähige Handys am Markt. Viele Hersteller würden mit der Auslieferung ihrer Modelle erst im September beginnen - drei Monate später als ursprünglich angekündigt. Weitere Verspätungen in der Produktion könnten dazu führen, dass sich der Start auf das kommende Jahr verschieben werde, sagte Gent.

Auch beim Mobilfunknetz der dritten Generation könnte es seiner Ansicht nach zu einem Handy-Engpass und damit zu Verzögerungen kommen. Es wäre für ihn nicht überraschend, wenn das UMTS-Netz statt in der zweiten Jahreshälfte 2002 erst im Jahr 2003 an den Start gehen würde, so Gent. Vodafone werde deshalb den Aufbau der UMTS-Infrastruktur drosseln und in England statt der bis Ende 2002 geplanten 1200 Basisstationen nur 750 aufstellen.