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Vodafone bremst sein UMTS erstmal aus

07.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vodafone, seines Zeichens größter Mobilfunk-Carrier weltweit, verpasst der abflauenden UMTS-Euphorie einen weiteren Dämpfer: Das Unternehmen kündigte an, es werde sein Netz der dritten Generation im kommenden Jahr mit deutlich geringerer Geschwindigkeit in Betrieb nehmen als geplant. Statt der ursprünglich angepeilten 144 Kbit/s stellt Vodafone zunächst nur eine Bandbreite von 64 Kbit/s zur Verfügung. Diese bietet gegenüber 2,5-G-Techniken wie HSCSD oder GPRS keine nennenswerten Geschwindigkeitsvorteile und dürfte damit die Akzeptanz von UMTS weiter sinken lassen.

Vodafone will auf diese Weise beim Aufbau seiner Netzinfrastruktur erst einmal Kosten sparen. Der britische Konzern hatte rund 21 Milliarden Euro für ein rundes Dutzend europäische 3G-Lizenzen ausgegeben. Insgesamt zahlten die TK-Riesen für UMTS-Lizenzen in Europa rund 112 Milliarden Euro.