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VMware lässt sich in die Karten schauen

08.08.2005
VMware legt den Code von ESX Server für Partner offen und will seine Technik so als Standard etablieren, bevor Microsoft ernsthaft in den Virtualisierungsring steigt.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der von EMC übernommene Virtualisierungsspezialist VMware will den Code für seine Basistechnik mit Partnern wie AMD, Bea Systems, BMC Software, Broadcom, Cisco, Computer Associates, Dell, Emulex, HP, IBM, Intel, Mellanox, Novell, QLogic und Red Hat teilen und sie damit als Quasi-Industriestandard etablieren. Die Partner erhalten Zugriff auf Quellcode und APIs des "ESX Server" und sollen dessen künftige Entwicklung mit bestimmen. VMware geht allerdings nicht so weit, dass der Code wie bei Open Source frei an jedermann weitergegeben werden dürfte.

"Wir haben uns entschlossen, auf der Basisebene Commodity zu werden", erklärte VMwares CEO und Mitgründerin Diane Greene. "Wir denken, die Technik sollte da draußen und standardisiert sein, bevor der Moloch kommt." Mit Moloch meint sie Microsoft, das ebenfalls an Virtualisierungstechnik arbeitet und diese erstmals ernsthaft in der kommenden Windows-Version "Vista" einsetzen wird. Vor geraumer Zeit hatten die Redmonder bereits die Firma Connectix augekauft, die Virtualisierungssoftware für PCs, PC-Server und Macintosh-Rechner anbot.

VMware selbst will sich künftig darauf fokussieren, erweiterte Features und Services anzubieten, die auf seiner technischen Basis aufsetzen. (tc)